Foto: David Vogt

„Der richtige Mann in dieser Zeit“

Christoph Stiba nach 17 Jahren Dienst im BEFG verabschiedet

Mit großer Dankbarkeit und stehenden Ovationen ist Christoph Stiba auf der Bundesratstagung als Mitarbeiter des BEFG verabschiedet worden. In seiner Laudatio würdigte der frühere BEFG-Präsident Hartmut Riemenschneider den langjährigen Generalsekretär mit den Worten: „Du warst der richtige Mann in dieser Zeit.“ Seit 2009 war Stiba Leiter des Dienstbereichs Mission, 2013 übernahm er das Amt des Generalsekretärs. Bereits zum 1. April war er aus dem Amt des Generalsekretärs verabschiedet worden. Im Rahmen der Bundesratstagung wurden außerdem 15 weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verabschiedet oder ihre bevorstehende Verabschiedung angekündigt.

BEFG-Präsidentin Natalie Georgi erinnerte an Stibas langjährigen Einsatz für die Bundesgemeinschaft und dankte ihm für seinen Dienst. Die Laudatio hielt Hartmut Riemenschneider, der Präsident des Bundes war, als Christoph Stiba das Amt des Generalsekretärs übernahm.

Riemenschneider würdigte Stiba als „ausgleichend, kompetent, empathisch, freundlich, integrativ und inklusiv“. Besonders dankte er auch Stibas Ehefrau Carolin: „So eine Berufung kann man nur leben, wenn man sie zusammen trägt.“

In seiner Laudatio zeichnete Riemenschneider das Bild eines Menschen, der mit Neugier und Ausdauer unterwegs ist. Er erinnerte an eine gemeinsame Reise im Rahmen der Arbeit der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF) nach Israel. Während einer Wanderung habe Christoph Stiba immer noch „um die nächste Kurve“ schauen wollen, wenn andere längst umkehren wollten – ein Bild, das für ihn auch Stibas Dienst im BEFG geprägt habe: die Bereitschaft, gemeinsam mit Gemeinden neue Wege zu suchen und Entwicklungen offen entgegenzugehen.

Ein zweites Bild nahm Riemenschneider aus Offenbarung 3,12 auf: die „Säulen im Tempel Gottes“. Stiba sei für den Bund zu einer solchen tragenden Säule geworden. Besonders in schwierigen Situationen habe er Empathie bewiesen, unterschiedliche Positionen ernst genommen und Gemeinden dabei begleitet, notwendige Entscheidungen zu treffen. Wo Konflikte den Weg versperrten, habe er zugleich Klarheit und Konsequenz gezeigt.

Auch über den BEFG hinaus habe sich Stiba in zahlreichen Gremien eingebracht, unter anderem in der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), deren Präsident er von 2017 bis 2023 war, sowie bei ProChrist, Willow Creek Deutschland, in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und in der EBF. Riemenschneider hob hervor, dass Stiba stets das große Ganze im Blick gehabt, Veränderungen gefördert sowie Krisen und Konflikte konstruktiv begleitet habe.

Die Zusammenarbeit mit ihm sei „locker und zielführend“ gewesen und auch der Humor sei nie zu kurz gekommen, sagte Riemenschneider.

Zum Abschluss wünschte er Christoph und Carolin Stiba Gottes Segen und Begleitung für den weiteren Weg und die kommenden Entscheidungen.

Foto: David Vogt

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Die Delegierten und Gäste des Bundesrates dankten Christoph Stiba mit stehenden Ovationen. Natalie Georgi betonte: „Du merkst, wie dankbar wir sind für deinen Dienst und dafür, wie viel du uns als Bundesgemeinschaft gegeben hast.“ Als Geschenk überreichte sie ihm zusammen mit Präsidiumsmitglied Dorothee Oesemann einen Gutschein für eine Ballonfahrt: „Damit du mit etwas Abstand auf die Welt und auf das blicken kannst, was du in den vergangenen Jahren beim Bund erlebt hast.“

Christoph Stiba bedankte sich für die Freundlichkeit und das Vertrauen, das er in den vergangenen Jahren erlebt habe. „Ich habe diesen Dienst wirklich gerne getan – mit allem, was dazugehört“, sagte er. Er habe seinen Dienst als großen Segen erlebt. Abschließend zitierte er Worte des Apostels Paulus über Freude und Gebet und sprach den Anwesenden zu: „Der Friede Gottes wird eure Herzen und Sinne bewahren in Christus Jesus.“

Neben Christoph Stiba wurden im Rahmen der Bundesratstagung weitere 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verabschiedet oder ihre bevorstehende Verabschiedung angekündigt. Die Gründe für das Ende ihrer Dienstzeit sind unterschiedlich: Einige wechseln in neue Aufgaben, andere gehen in den Ruhestand. Zudem enden manche Dienstverhältnisse aufgrund des laufenden Umstrukturierungsprozesses UB25.

Bereits im Bericht von Präsidentin und Generalsekretär zu Beginn der Bundesratstagung war dieser Prozess ausdrücklich thematisiert worden. Natalie Georgi und Dr. Maximilian Zimmermann dankten den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bundes für ihren Einsatz und räumten zugleich ein, dass die Veränderungen für viele mit Belastungen, Unsicherheit und schmerzlichen Abschieden verbunden seien. Durch die Verlagerung von Stellen aus der Bundesgeschäftsstelle in die Regionen endeten Dienstwege, Teams veränderten sich und vertraute Arbeitsfelder könnten nicht in bisheriger Form fortgeführt werden.

Mit konkreten Bildern und Namen der zu verabschiedenden Menschen vor Augen, die über die große Leinwand im Saal eingeblendet wurden, erinnerte Zimmermann noch einmal an diese Situation. Man sei sich schmerzlich bewusst, dass der Bund nicht allen Begabungen und Berufungen weiterhin einen Platz bieten könne, sagte er. Zugleich dankte er den von den Stellenverlagerungen Betroffenen dafür, dass sie den Veränderungsprozess trotz aller Herausforderungen konstruktiv begleitet und mitgetragen hätten.

Ein Artikel von Julia Grundmann