Irmi Popkes bei ihrer Verabschiedung 1998

Irma Popkes wird 90

Beziehungsmensch und treue Seele von Archiv und Bibliothek

Irma Popkes feiert am 13. April ihren 90. Geburtstag. Sie hat jahrzehntelang im Archiv des BEFG und der Bibliothek des Theologischen Seminars gearbeitet.

Eigentlich lag die Ausgabe und Verwaltung der Bücher und Zeitschriften in der Bibliothek seit den 1970er-Jahren in den Händen von Studenten-Ehefrauen. Da diese Mitarbeiterinnen aber – wenn der Mann sein Studium beendet hatte – nach wenigen Jahren wieder ausschieden, war keine Kontinuität in dieser Arbeit gewährleistet. Deshalb wechselte Irma Popkes, die bis dahin im Oncken-Archiv des BEFG tätig war, 1978 in die Bibliothek, die sie dann viele Jahre lang bis 1998 betreute. In dieser Zeit war auch Prof. Dr. Wiard Popkes, ihr Ehemann, als Dozent für Neues Testament am Seminar tätig. „Beide haben – gerade auch als Ehepaar – die Atmosphäre am Seminar in guter Weise geprägt“, sagt BEFG-Generalsekretär Christoph Stiba, der Irma Popkes während seines Theologiestudiums in Hamburg als „treue Seele der Bibliothek“ erlebt hat. „Irmi Popkes ist ein absoluter Beziehungsmensch. Sie kannte alle Studenten und später auch Studentinnen persönlich, hatte immer ein offenes Ohr und war eine geschätzte Gesprächspartnerin auch bei Themen jenseits des Studienalltags.“ Auch Irma Popkes selbst denkt gerne an diese Arbeit zurück: „Ich habe das wirklich genossen und sehr gern gemacht“, erinnert sie sich. „Als dann nach und nach Zettelkästen und Schreibmaschine dem Computer weichen mussten, habe ich aufgehört“, sagt sie mit einem Schmunzeln. Nicht jedoch, bevor sie mit weit über 60 Jahren den Umzug der gesamten Bibliothek von Hamburg nach Elstal organisiert hatte. Am 13. April wird Irma Popkes 90 Jahre alt.

Ein Artikel von Julia Grundmann