
Jenseitsvorstellungen
Konvent der Klinik- und Heimseelsorgenden im BEFG
„Was glauben Sie, was nach dem Tod kommt? Wie soll ich mir das vorstellen?“ – Diese Fragen werden in verschiedenen Variationen bei der Seelsorge im Krankenhaus, Heim und Hospiz gestellt. Mit dem Tod verbinden Menschen Hoffnungen, aber auch Ängste und jede Person bringt eine etwas andere Vorstellung davon mit, was einen jenseits des Sterbens erwarten könnte. Der Konvent der Klinik- und Heimseelsorgenden im BEFG griff dieses Thema vertiefend auf.
Am 9. und 10. März trafen sich die Klinik- und Heimseelsorgenden zum Austausch, zur Vernetzung und zur Fortbildung zum Thema „Eschatologie – Jenseitsvorstellungen und Seelsorge“. Eschatologie ist die Lehre von dem, was nach dem Tod und nach dem Weltende kommt.
Referent Prof. Dr. Ralf Dziewas gab einen gründlichen Überblick darüber, was die Bibel zu Jenseitsvorstellungen hergibt. Danach stiegen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die seelsorgerliche Praxis ein und beschäftigten sich mit Jenseitsvorstellungen beschäftigten, die ihnen dort begegnen: Von der Vorstellung vom Paradies und einem Wiedersehen jenseits des Todes über Hölle und Wiedergeburt bis hin zur Verwesung. Es entstand ein reger Austausch zu den Erfahrungen und den Herausforderungen im Gespräch mit Menschen unterschiedlicher Prägungen und Vorstellungen aber auch darüber, wie eigene, christliche Jenseitsvorstellungen ins Gespräch gebracht werden können.
Den thematischen Abschluss bildete ein Vortrag zur Universaleschatologie, nachdem der Fokus bisher vor allem auf dem für die Seelsorge relevanten Schicksal des einzelnen Menschen lag.
Mit neuen Gedanken, gestärkt durch die inhaltliche Beschäftigung, den kollegialen Austausch, geistliche Impulse und die Gemeinschaft kehrten alle Beteiligten in die Einrichtungen vor Ort zurück.
Ein Artikel von Maximiliane Kedaj