
Menschen in schwerer Not weiter zur Seite stehen
Spendenaufruf für die Katastrophenhilfe
„Es ist beeindruckend wie vielfältig und unterschiedlich die Hilfe ist, die wir als Gemeindebund in unserem baptistischen Netzwerk auf der ganzen Welt leisten“, so Matthias Dichristin. Hier berichtet der Projektkoordinator über die Arbeit der Katastrophenhilfe.
Mit 220.000 Euro wurden in der ersten Jahreshälfte 2025 unzählige Menschen in sieben Ländern unterstützt, die von unterschiedlichen Katastrophen betroffen sind. Auffällig ist, dass uns auch Hilfe bei Katastrophen möglich ist, die keinerlei mediale Aufmerksamkeit erhalten. Und selbst in Myanmar und in der Westbank sowie im Gazastreifen ist Hilfe angekommen, weil persönliche Kontakte zu einheimischen Pastoren bestehen.
Für die beiden letztgenannten Krisengebiete haben wir jeweils 10.000 Euro aus der Katastrophenhilfe zur Verfügung gestellt, um Nahrungsmittelhilfe und medizinische Notversorgung zu ermöglichen. Pastor Munir Kakesh aus Ramallah (Westbank) arbeitet seit Jahrzehnten in Kooperation mit der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF). German Baptist Aid fördert dabei kontinuierlich seine Gemeindearbeit. Aktuell unterstützt Pastor Kakesh erneut Menschen, die aus dem Gazastreifen in die Westbank geflohen sind und bringt auch einen Teil der Hilfsgüter direkt nach Gaza. Die Chin Mission in Frankfurt ist Teil unseres Netzwerkes „Internationale Mission in Deutschland“ (IMD) und trifft sich in der Baptistengemeinde Frankfurt am Tiergarten. Persönliche Kontakte des Gemeindepastors Ceu zu Pastor Thawng in seiner Heimat haben es möglich gemacht, dass zehn Gemeinden in Mandalay (Myanmar) Unterstützung erhalten haben.Angefangen hat der Kontakt direkt nach dem Erdbeben, als Thomas Klammt, der für die IMD verantwortlich ist, Pastor Ceu zusicherte, dass wir für sie und alle Freunde und Angehörige im Land beten. Schnell war uns in Elstal klar: Wir können nicht nur beten, wir können auch etwas tun!
In der Türkei konnten die letzten Spendengelder für die Erdbebenopfer aus dem Jahr 2023 eingesetzt werden. Insgesamt wurde in den zwei Jahren mit 400.000 Euro geholfen. Bis heute sind Menschen, die alles verloren haben, auf Hilfe angewiesen. Pastor Abdullah, der lange in Istanbul Gemeinde gebaut hat, hilft nun direkt in der Erdbebenregion, wo er aufgewachsen ist.
Über das Netzwerk von EBM INTERNATIONAL konnten wir bei zwei Klimakatastrophen helfen, die keinerlei Aufmerksamkeit in unseren Nachrichten erhalten haben: Zu Jahresbeginn gab es eine große Dürrekatastrophe in Malawi. Der örtliche Baptistenbund engagiert sich schon lange in einem Camp nördlich der Hauptstadt Lilongwe (Dzaleka), wo viele Menschen leben, die vor den Unruhen aus dem Kongo vertrieben wurden. Mit 10.000 Euro wurde besonders Waisen und Menschen mit Behinderungen in 300 Haushalten geholfen.
Die Region Manipur im Nordosten Indiens grenzt an Bangladesch und Myanmar. Regelmäßig bringt Starkregen große Überflutungen. Im Juni 2025 wurden nach Berichten mehr als 35.000 Häuser beschädigt. Viele Familien haben alles verloren. Mit 10.000 Euro konnte eine erste Nothilfe durch Compassion Manipur, dem Partner von EBM INTERNATIONAL, unterstützt werden (Headerbild).
Und natürlich stehen wir weiter an der Seite unserer Geschwister in der Ukraine. Aktuell engagieren wir uns nicht mehr mit Hilfstransporten, weil es effektiver ist, die Güter direkt im Land zu kaufen. Im Juni haben wir hierfür wieder 100.000 Euro zur Verfügung gestellt. Ein Teil der Gelder unterstützt auch die Kosten für Evakuierungsmaßnahmen aus dem Osten der Ukraine, wo das Leben von Menschen bedroht ist.
Wir rufen dringend zu Spenden auf, damit wir in der zweiten Jahreshälfte weiter schnell handeln können, um solche Hilfen zu unterstützen. Auf der hier verlinkten Spendenseite haben wir neben dem Katastrophenhilfefonds einen Klimafonds neu eingerichtet. Wer gerne Menschen im globalen Süden helfen möchte, die unverschuldet von den Folgen des Klimawandels betroffen sind, kann gerne diesen neuen Fonds nutzen. Vielen Dank für jede Spende und jedes Gebet. So wird die Not konkret gelindert und kleine Hoffnungszeichen der Liebe Gottes kommen mitten im Leid der Menschen an.
Katastrophenfonds: Projektnummer 45004 - jetzt online spenden
Klimafonds: Projektnummer 45006 - jetzt online spenden
IBAN: DE14 5009 2100 0000 0333 08
(Konto des BEFG bei der Freikirchen.Bank Bad Homburg)
Ein Artikel von Matthias Dichristin


