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Zudem konnten wir deshalb gestern nicht wie gewohnt den wöchentlichen Newsletter Bund kompakt verschicken. Aus diesem Grund verschicken wir Bund kompakt heute ausnahmsweise über unser System, das wir sonst nur für den monatlichen Newsletter Bund aktuell verwenden. Zwei Dinge sind deshalb ungewohnt: das Design und der Verteiler. Auch Personen, die sonst nur Bund aktuell erhalten, erhalten diese Woche ausnahmsweise Bund kompakt. Wir bitten um Verständnis.
Die Störung aller Server in Elstal – mit Ausnahme des Servers der Internetseite – wird vermutlich noch einige Tage dauern. Auf der Startseite von befg.de informieren wir Euch über die Entwicklungen.
In Bund kompakt geht es heute um folgende Themen:
1. Präsidiumssitzung:
- Gemeindegründung
- Professor für Systematische Theologie berufen
- Künftige Hochschul-Leitung berufen
- „Unser Bund – Segen bewegt“ (UB25)
- Treffen mit dem GJW-Bundesvorstand
- Politische und gesellschaftliche Situation
- BWA-Initiative: „Acts 2 Movement“
2. Charta Oecumenica
3. Stellungnahme der GGE im BEFG
4. Hauskreismagazin zu „Segen bewegt“
1. Präsidiumssitzung
Am vergangenen Wochenende hat sich das Präsidium unseres Bundes von Freitag bis Sonntag hier in Elstal getroffen.
Gemeindegründung
Die Gründung neuer Gemeinden ist unser gemeinsames Anliegen! Das war ein Fazit im Austausch des Präsidiums mit Stephan Panter. Der BEFG-Referent für Gemeindegründung berichtete über seine Arbeit und unterstrich: „Unser Kirchenmodell, der Kongregationalismus, ist der ideale Rahmen für Gemeindegründung, die unseren Bund zukunftsfähig macht.“
In der Diskussion wurde deutlich: Immer wieder sind es kreative Leitungspersonen, die mit einem innovativen Gemeindemodell neue Menschen für den Glauben erreichen. Doch ebenso sind bestehende Gemeinden aufgerufen, neue Gemeinden zu gründen. Beide Ansätze möchte der Bund fördern, darin war sich das Präsidium einig. „Wir wollen, dass unser Bund ein fruchtbarer Boden für unterschiedliche Formen der Gemeindegründung ist“, so fasste es Präsidentin Natalie Georgi zusammen.
Das Präsidium hat in seiner Sitzung den Status von zwei „Anerkannten Gemeindegründungsprojekten im BEFG“ verlängert: die NEULAND Church – Kirche fürs Seenland in Georgensmünd (ChristusForum) und die Connect Kirche in Eppingen. Übrigens: Acht der selbstständigen Gemeinden in unserem Bund sind als „Anerkannte Gemeindegründungsprojekte“ gestartet. Mit Euren Fragen zur Gemeindegründung könnt Ihr Euch gerne direkt an Stephan Panter wenden. Allen Gründerinnen und Gründern Gottes Segen für Eure Arbeit!
Professor für Systematische Theologie berufen
Das Präsidium hat Dr. Daniel Mohr nach Abschluss des hochschulischen Berufungsverfahrens zum 1. Oktober als Professor für Systematische Theologie an der Theologischen Hochschule Elstal berufen. Der ehemalige Leiter der Akademie Elstal wird damit der Nachfolger von Dr. Maximilian Zimmermann, der seine Professur aufgegeben hatte, um BEFG-Generalsekretär zu werden. Daniel Mohr blickt mit Vorfreude auf seine neuen Aufgaben: „Die langfristige Begleitung von Studierenden liegt mir am Herzen, und der starke Praxisbezug des Studiums an der TH Elstal für den Gemeindedienst reizt mich sehr.“ Zwei Schwerpunkte haben für ihn in seiner Arbeit hohe Priorität: die Schnittstelle zwischen Theologie und digitalem Wandel und die Profilierung baptistischer Theologie im ökumenischen und gesellschaftlichen Kontext.
Nach seinem „Art & Technology“-Studium im niederländischen Enschede hat Daniel Mohr Evangelische Theologie in Elstal studiert und seine Promotion in Systematischer Theologie an der Universität in Kassel mit seiner Arbeit zum Thema „Die Erbsündenlehre im Baptismus. Positionen der General und Particular Baptists während ihrer Anfänge im England des 17. Jahrhunderts“ abgeschlossen. „Auch durch seine überzeugende Probevorlesung hat Daniel Mohr seine starke Qualifikation gezeigt, die er einbringen möchte, um Menschen für die Gemeindepraxis auszubilden. Über seine Berufung freuen wir uns sehr“, hob Natalie Georgi im Namen des Präsidiums hervor.
Künftige Hochschul-Leitung berufen
Das Präsidium hat die künftige Leitung der Theologischen Hochschule Elstal berufen. Zum 1. August 2027 wird Prof. Dr. Oliver Pilnei Rektor und Prof. Dr. Deborah Storek Prorektorin der Hochschule. Bis dahin bleiben Rektorin Prof. Dr. Andrea Klimt und Prorektor Prof. Dr. Ralf Dziewas in ihren Ämtern. Das Präsidium hat zudem Prof. Dr. Joshua Searle als Studienleiter bestätigt. Er folgt bereits am 1. Oktober 2026 auf Prof. Dr. Carsten Claußen. Andrea Klimt betonte in ihrem schriftlichen Bericht an das Präsidium, dass „mit der neuen Hochschul-Leitung ein hochmotiviertes, dynamisches und zukunftsorientiertes Team die Leitung der TH Elstal übernimmt, um die anstehenden Veränderungsprozesse aktiv zu gestalten“.
Es war auch Raum für einen intensiven inhaltlichen Austausch des Präsidiums mit Deborah Storek und Oliver Pilnei. Joshua Searle konnte wegen einer Auslandsreise nicht dabei sein. Dabei ging es darum, wie die Hochschule und das Präsidium gemeinsam die theologische Ausbildung der Zukunft gestalten können. Die künftige und die aktuelle Hochschul-Leitung teilen mit dem Präsidium das Ziel, Gemeinden durch die Ausbildung von Hauptamtlichen bestmöglich darin zu fördern, den Gemeindebau voranzubringen. In diesem Zusammenhang wurde auch der neue berufsbegleitende Masterstudiengang „Theologie und innovative Gemeindeentwicklung“ hervorgehoben. Bitte macht dieses Angebot und die anderen Studiengänge in Euren Gemeinden bekannt!
„Unser Bund – Segen bewegt“ (UB25)
Im Bund ist viel in Bewegung: Die Umsetzung des Erneuerungsprozesses UB25 ist in vollem Gange. Und das war auch Thema im Präsidium. In Elstal hat sich das „Team Gemeinde leben“ formiert, auch sonst wird die Arbeit der Bundesgeschäftsstelle neu aufgestellt. Und in den 25 Regionen tut sich eine Menge! Fast überall haben sich ehrenamtliche Regionalteams zusammengefunden, und in zahlreichen Regionen wurden bereits hauptamtliche Referentinnen und Referenten für die missionarische Gemeindeentwicklung sowie für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen berufen, wie die neue Personalreferentin unseres Bundes Beatrice Eimer Meyer dem Präsidium berichtete.
Während die Bundesgeschäftsstelle seit dem 1. September in ihrer neuen Struktur arbeitet, starten die Regionen offiziell am 1. Januar. Doch schon jetzt hat sich in den Regionen eine Dynamik entfaltet, für die die Leitung unseres Bundes sehr dankbar ist – das wurde bei der Sitzung in Elstal deutlich. In diesem Sinne: Gottes Segen für Eure weitere Arbeit!
Treffen mit dem GJW-Bundesvorstand
Eine Referentin oder ein Referent für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in jeder der 25 BEFG-Regionen: Das ist fester Bestandteil unseres Erneuerungsprozesses UB25 und macht deutlich, dass junge Menschen in unserem Bund im Blick sind. Aus demselben Grund nimmt auch seit einiger Zeit mit Nele Rohde an jeder Sitzung des Präsidiums ein Mitglied des Bundesvorstands unseres Gemeindejugendwerks als Gast teil. Diesmal konnte sie nicht dabei sein, weil der GJW-Bundesvorstand seine Sitzung zeitgleich mit dem Präsidium hatte. Beide Gremien nutzten die Gelegenheit aber für ein gemeinsames Treffen. Sie tauschten sich darüber aus, wie sie ihre Zusammenarbeit vertiefen können, wie das Thema Mitgliedschaft im Bund weitergedacht werden kann, wie das BUJU gelaufen ist und wie man im Blick halten kann, dass sich der BEFG gut entwickelt.
Politische und gesellschaftliche Situation
Auch über politische und gesellschaftliche Entwicklungen tauscht sich das Präsidium regelmäßig aus. So ging es diesmal um die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und auch die anstehenden Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Das Präsidium hat sich hinter die Stellungnahme der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) gestellt, die dazu ermutigt, sich für Demokratie und Gesellschaft einzusetzen: „Als Christinnen und Christen sind wir davon überzeugt, dass jeder Mensch als Geschöpf Gottes eine unveräußerliche Würde besitzt – unabhängig von seiner Herkunft, Religion, politischen Überzeugung oder seinem sozialen Status. Deshalb setzen wir uns für die unantastbare Würde jedes Menschen sowie für Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Religionsfreiheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt ein. Wir treten für eine Gesellschaft ein, in der Menschen in ihrer Verschiedenheit friedlich zusammenleben können. Die Vielfalt unserer Gesellschaft sehen wir nicht als Bedrohung, sondern als Realität.“
Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt ist Ausdruck gesellschaftlicher Polarisierung. Die aktuelle Situation macht vielen Angst. „Damit soll niemand im Bund alleine sein“, sagte Präsidentin Natalie Georgi, die Kontakt mit der Leitung der Region Sachsen-Anhalt aufnehmen wird: „Wir wollen schauen, welchen Beitrag Menschen aus unserem Bund gemeinsam leisten können, um Nächstenliebe sichtbar zu machen, Unrecht zu bekämpfen und Gräben zu überwinden.“
BWA-Initiative: „Acts 2 Movement“
Das „Acts 2 Movement“ des Baptistischen Weltbundes (BWA) beschreibt Apostelgeschichte 2 als einen Weg, um Gemeinden zu erneuern und die Welt mit dem Evangelium zu erreichen. BEFG-Generalsekretär Dr. Maximilian Zimmermann, der zusammen mit Natalie Georgi an der BWA-Jahrestagung in Toronto Anfang Juli teilgenommen hatte, stellte dem Präsidium die Initiative vor: „Acts 2 verbindet Apostelgeschichte 2,41-47 mit baptistischen Grundwerten. Die Initiative lädt uns dazu ein, fünf Pfade der ersten Gemeinden neu zu beschreiten: Zeugnis geben, uns in unserer Nachbarschaft engagieren, uns an der Bibel orientieren, uns für Freiheit und Gerechtigkeit einsetzen und uns um unsere Nächsten kümmern.“
Beim Präsidium stieß die Initiative auf positive Resonanz, denn sie beschreibt den Kern dessen, wofür Gemeinden stehen. Gegebenenfalls sollen einzelne Materialien auf Deutsch übersetzt werden. Doch das hat noch etwas Zeit, da die BWA als zeitliches Ziel dieses Weges „das Jahr 2033 und das 2.000-jährige Bestehen der Kirche“ im Blick hat. Wir halten Euch auf dem Laufenden. Schon jetzt findet Ihr auf der Kampagnenseite Informationen auf Englisch.
2. Charta Oecumenica
Am 15. September haben 18 kirchenleitende Vertreterinnen und Vertreter, darunter auch BEFG-Präsidentin Natalie Georgi, in Berlin die revidierte Charta Oecumenica unterzeichnet. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) schreibt dazu: „Bereits 2003 hatten 16 Mitgliedskirchen der ACK die Charta Oecumenica beim Ersten Ökumenischen Kirchentag in Berlin unterzeichnet. Die nun revidierte Fassung wurde auf der europäischen Ebene im vergangenen November in Rom unterzeichnet. Sie nimmt neue Herausforderungen in Europa in den Blick und setzt zusätzliche Schwerpunkte unter anderem bei Frieden, Migration, neuen Technologien und der Rolle junger Menschen. Im Zentrum stehen weiterhin die Selbstverpflichtungen der Kirchen.“
„Mit der Unterzeichnung entscheiden wir uns als Bund, den gemeinsamen Weg mit anderen Kirchen zu stärken“, sagte Natalie Georgi. „Die Charta Oecumenica umfasst Herzensanliegen unseres Bundes, zum Beispiel das Eintreten für Gewissens-, Glaubens- und Religionsfreiheit. Auch wenn es einzelne Punkte gibt, die wahrscheinlich nicht bei allen Zustimmung finden, machen wir durch die Unterzeichnung deutlich, dass wir das große gemeinsame Anliegen der Charta Oecumenica unterstützen.“ Schließlich sei die Charta auch nicht als dogmatisches Bekenntnisdokument zu verstehen, sondern wolle „Leitlinie des gemeinsamen Weges von Gemeinden und Kirchen in Europa und für Europa sein. Und in diesen gemeinsamen Weg bringen wir uns als BEFG weiter ein“.
3. Stellungnahme der GGE im BEFG
Die Geistliche Gemeindeerneuerung (GGE) im BEFG hat eine aktuelle Stellungnahme zu der öffentlichen Diskussion über sogenannte „KiNC“-Netzwerke veröffentlicht. Hintergrund sind Medienberichte über charismatische Gemeinden und Bewegungen sowie die Frage nach ihrem gesellschaftlichen und politischen Einfluss.
4. Hauskreismagazin zu „Segen bewegt“
Vor wenigen Tagen ist die 80. Ausgabe des Hauskreismagazins erschienen. Wie das Jahresthema unseres Bundes befasst sie sich mit „Segen bewegt“ und enthält Segensgeschichten und acht Einheiten zum Thema für Kleingruppen und Hauskreise. Präsidiumsmitglied Dr. Michael Rohde hat die Konzeption erstellt und die Einführung geschrieben. Ihr könnt das Heft hier bei Blessings 4 you bestellen.
Herzliche Grüße aus Elstal
Euer
Michael Gruber
PS: Es sind noch Plätze frei für den Workshop Klavierbegleitung vom 9. bis 11. Oktober in Elstal. Hier könnt Ihr Euch anmelden.
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Dr. Michael Gruber | Leiter Kommunikation
Referat für Kommunikation | Bundesgeschäftsstelle
Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden
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