Ukraine-Hilfe des BEFG
Unterstützung für Menschen in Not
Sommercamps in vielen Baptistengemeinden

Im letzten Bericht von unseren ukrainischen Geschwistern lesen wir, dass mittlerweile offiziell mehr als 90.000 Menschen in der Ukraine als vermisst gemeldet sind. Die genaue Zahl an gefallenen Soldaten ist nicht öffentlich bekannt, aber man geht davon aus, dass es ebenfalls mehrere Zehntausende sind. Viele Frauen, die große Verluste erlebt haben erzählen, dass „es ihnen während vergangener Freizeitangebote von Kirchengemeinden möglich war – wenn auch nur für ein paar Tage – den Schmerz und die Last etwas hinter sich zu lassen, weil man mit Menschen zusammen ist, die Verstehen ohne viele Worte zu machen. Diese Tage schaffen Raum für Tränen und Erinnerungen, für Umarmungen, Gebet und einen Funken Hoffnung.“ Mittlerweile organisieren die ukrainischen Gemeinden jährlich fast 1000 Veranstaltungen, an denen mehr als 70.000 Menschen teilnehmen. Die Angebote reichen dabei von Tagesveranstaltungen, über Ferienwochen bis hin zu großen Jugend- und Familienevents mit bis zu 1000 Teilnehmenden. In familienähnlichen Gruppen sind mittlerweile mancherorts Waisen dauerhaft untergekommen. Das Engagement ist vielfältig, wird immer wieder situativ angepasst und ist durch ein unfassbar großes persönliches und ehrenamtliches Engagement möglich. Dadurch, dass die Veranstaltungen auf den Kirchengeländen organisiert werden und viele Gemeindemitglieder aktiv beteiligt sind, ist mit relativ wenig Mitteln Großartiges möglich. Der landesweite Projektmanager des ukrainischen Baptistenbundes Oleg schreibt dazu: „Für viele Menschen in unseren Gemeinden ist die Mitarbeit bei den Kindercamps eine Möglichkeit inmitten des Krieges etwas Sinnvolles zu tun. Sie bringen sich ein und sind für die Kinder da, mit den Gaben, die Gott ihnen gegeben hat. Eltern erleben hautnah, wie die Kirche sich kümmert und ihren Kindern Aufmerksamkeit schenkt. Dieser selbstlose Beitrag für die Gesellschaft sorgt dafür, dass Menschen wieder neues Vertrauen zur Kirche gewinnen.“
Wie kann ich helfen?
Spenden
Der BEFG führt mit German Baptist Aid regelmäßig Hilfen für die Ukraine durch. In Abstimmung mit dem dortigen Baptistenbund gibt es momentan keine Hilfstransporte. Es werden weiterhin Spenden benötigt, die in enger Abstimmung mit der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF) eingesetzt werden. Hier ist ein Bericht über die aktuelle Winterhilfe (PDF-Download in englischer Sprache).
Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden
IBAN: DE14 5009 2100 0000 0333 08
Verwendungszweck:
P 45 022 Krieg Ukraine
Beten
Im aktuellen Update vom Mai 2026 bittet der ukrainische Baptistenbund um Gebtsunterstützung in folgenden Bereichen:
Gebetsanliegen für die Sommerzeit
Bitte beten Sie:
- für Sicherheit während der Freizeiten,
- für Kraft und Weisheit der Mitarbeiter,
- für ausreichende finanzielle Mittel,
- und dafür, dass die Teilnehmer offen für Gottes Wort sind.
Geplante Freizeiten:
- Freizeiten für Familien Gefallener und Vermisster
- Freizeiten für Kinder aus familienähnlichen Waisenhäusern
- Freizeiten für vertriebene Kinder
- Kinder- und Jugendfreizeiten
- Freizeiten für Frauen und Mädchen
- Jugendcamps und Festivals
Bitte beten Sie weiterhin für:
- die Schaffung eines dauerhaften und gerechten Friedens,
- Trost und Heilung für alle Hinterbliebenen,
- Schutz für diejenigen, die die Ukraine verteidigen,
- die Entwicklung missionarischer Arbeit und geistliche Erneuerung in der Ukraine.
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Anlässlich von vier Jahren Krieg in der Ukraine hat die Europäische Baptistische Föderation (EBF) am 25. Februar 2026 zu einem besonderen internationalen Online-Gebetstreffen eingeladen. Das Treffen warTeil der monatlichen internationalen Gebetsinitiativen der EBF und stand in diesem Monat ausdrücklich im Zeichen des Gedenkens an den Kriegsbeginn sowie der Fürbitte für die Menschen in der Ukraine. Das Gebetstreffen wurdezweisprachig durchgeführt: in englischer Sprache mit simultaner deutscher Übersetzung durch Thomas Klammt. Jeden letzten Mittwoch im Monat bietet die Europäische Baptistische Föderation (EBF) ein gemeinsames Online-Gebet für Frieden und Heilung an. Eine einmalige Registrierung ist notwendig, um mitzubeten: ebf.org/ukraine
Auch die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) rief ihre Mitgliedskirchen anlässlich des vierten Jahrestages des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine zum Gebet für den Frieden auf. Die ACK verwies als Gebetsanregung auf einen liturgischen Text der Fachkommission für Gottesdienst und Agende der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK), der auch von der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) empfohlen wurde. Damit sollten Zeichen der Solidarität mit den Leidtragenden des Krieges gesetzt und der Ruf nach Gerechtigkeit, Frieden und Versöhnung im gemeinsamen Gebet hörbar gemacht werden.
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Anlässlich des zweiten Jahrestags des russischen Großangriffs sagte BEFG-Generalsekretär Christoph Stiba: „Ich weiß, dass viele Gemeinden unseres Bundes die Ukraine als festes Gebetsanliegen in ihre Fürbitte mit aufgenommen haben. Und ich bitte alle darum, im Gebet und im Tun nicht nachzulassen, auf dass endlich Frieden und Gerechtigkeit werde.“
Am 24. Februar 2023 hatte www.deutschlandbetet.de dazu eingeladen, gemeinsam „überall in den Städten und Dörfern vor den Kirchen oder Rathäusern“ zu beten. Ein Online-Gebet von diesem Tag kann hier auf YouTube angesehen werden.
Der Bund hatte seine Gemeinden eingeladen, in ihren Gottesdiensten am 26. Februar 2023 für die Menschen in der Ukraine zu beten und eine Kollekte für die Ukraine-Hilfe des Bundes zu sammeln.
Im Newsletter Bund kompakt am 8. März 2022 hat der Bund seine Gemeinden aufgerufen: „Lasst uns weiter beharrlich sein im Gebet für die Menschen, die unter diesem Krieg so sehr leiden. Lasst uns beten für die Ukraine, für die Menschen im Land und auf der Flucht, dass sie Bewahrung erleben, Trost erfahren, eine Perspektive erhalten. Lasst uns für Frieden beten.“
Rund 500 Menschen waren bereits am 27. Februar 2022 der Einladung des BEFG gefolgt und online zu Gebet zusammengekommen. „Gebet ist ein segensreicher geistlicher Prozess, mit dem wir nah an dem Herzen Gottes sind, der Gerechtigkeit und Frieden will. Von ihm erbitten und erwarten wir gemeinsam die Hilfe, die nur er geben kann“, so fasste BEFG-Generalsekretär Christoph Stiba diese Verbundenheit im Gebet im Nachgang zum Gebetstreffen zusammen.
Rückblick
In diesem Video stellen wir die Arbeit der Ukraine-Hilfe des BEFG vor, für die wir um Spenden und Kollekten bitten.
Verlautbarungen aus dem Jahr 2022
Stellungnahme der VEF zum Krieg in der Ukraine
Die Mitgliederversammlung der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) hat in ihrer Online-Sitzung am 12. April eine Stellungnahme zum Krieg in der Ukraine verabschiedet. Darin verurteilen die Freikirchendelegierten „den völkerrechtswidrigen Krieg, der mittlerweile seit Wochen tobt und unermessliches Leid hervorgebracht hat“. Sie drücken ihre Bestürzung über die humanitäre Katastrophe aus und betonen zugleich: „Bei der Klage bleiben wir nicht stehen!“
Offener Brief des Generalsekretärs der Russischen Evangelischen Allianz
Der Generalsekretär der Russischen Evangelischen Allianz bittet „als Bürger Russlands“ in einem offenen Brief um Entschuldigung „bei denen, die leiden, die geliebte Menschen verloren haben oder ihr Zuhause“. Die englischsprachige Meldung kann hier gelesen werden.
Appell des russischen Baptistenbunds zur Situation in der Ukraine
Am 24. Februar veröffentlichte der russische Baptistenbund einen Appell zur Situation in der Ukraine, unterzeichnet von Präsident Peter Mitskevich und Vizepräsident Victor Ignatenkov.
Ebenfalls am 24. Februar veröffentlichten 12 Präsidenten der euro-asiatischen Föderation der Baptistenbünde einen Brief an den russischen Staatspräsidenten Wladmir Putin, in dem sie ihn zu einer friedlichen Lösung des Konflikts auffordern.
BEFG-Präsident Michael Noss zum Krieg in der Ukraine
„Ich bin genauso betroffen, irritiert, erschüttert, rat- und hilflos wie die allermeisten Menschen“, sagt BEFG-Präsident Michael Noss in seinem Vorwort zum Newsletter Bund aktuell am 3. März 2022. Hoffnung machen ihm die weltumspannende Solidarität und die Zeichen großer Mitmenschlichkeit: „Sie folgen dem Auftrag des Evangeliums und der darin enthaltenen Nächstenliebe.“






