Foto: iStock/Alina Solovyova-Vincent

Auf Augenhöhe – das generationenverbindende Seminar

MITEINANDER Leben gestalten, FÜREINANDER da sein, VONEINANDER lernen!

Eine Gemeinde mit einer gelingenden Generationengemeinschaft hat Strahlkraft. Sie ist ein Zeugnis für die Botschaft der Bibel: Gott macht keine Unterschiede. Er segnet und schützt das Miteinander
der Generationen.

Wie aber kann Partizipation aller Generationen gelingen? Denn oft sind es vier bis fünf Generationen, die dazu gehören. Diese bunte Vielfalt fordert heraus und birgt gleichzeitig große Chancen. Es lohnt sich, einander etwas zuzutrauen und gemeinsam Gemeinde zu bauen.

Das Seminar „Auf Augenhöhe“ hilft, das gleichwertige Miteinander der  Generationen  zu  stärken,  Gaben  und  Kompetenzen  in  allen Altersgruppen zu entdecken, Unterschiede in der psychosozialen
Entwicklung wahrzunehmen, den Umgang mit Widerständen und Konflikten  einzuüben  und  generationenverbindende  Projekte  zu initiieren.

Alle Teilnehmenden werden auf freiwilliger Basis in den Lernprozess einbezogen. Impulsreferate, Gruppenarbeit, kreative Elemente wechseln ab.

Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen aus verschiedenen Generationen

Zielgruppe: Einzelne Gemeinden oder mehrere aus einer Region

Termin: Nach Absprache, Samstag von 10:00 – 16:00 Uhr

Kosten, Ort: Nach Absprache

Informationen: Jutta Teubert | Tel. 02925 2351 | E-Mail generationen(at)baptisten.de

Weitere Infos finden Sie als Download im PDF-Format.


Gemeindefreizeit "Auf Augenhöhe" - Essen-Borbeck

Auf Augenhöhe – trotz Corona – von 14 bis 90 Jahren

Lange hatte die EFG Essen-Borbeck (Am Weidkamp) ihre Gemeindefreizeit geplant, und dann kam Corona. Nach Überlegen, Umplanen und unter Berücksichtigung der notwendigen Schutzmaßnahmen trafen sich am Wochenende über den 3. Oktober dann aber doch ca. 45 Menschen in Eversberg bei Meschede. Sie erlebten in einem Freizeitheim, das mitten im Wald liegt, drei frohe Tage als Mehrgenerationengemeinde.

Das Anliegen war, das Miteinander als Generationen zu stärken und zu fördern. Dazu hatten sie Jutta Teubert vom Fachbereich Familie und Generationen eingeladen. Sie hat das Programm „Auf Augenhöhe“ mit konzipiert und schon oft durchgeführt. Offen und interessiert ließen sich alle Generationen auf die Inhalte und auch auf die kreativen Angebote ein. Dabei ging es um die Vielfalt der Generationen, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten, in einer Kreativaktion um das „Traumhaus der Gemeinde“ und um die Frage, wie Plattformen für Begegnungen geschaffen werden können. Dabei wurden Projekte, die es in der Gemeinde schon gibt, in den Blick genommen, und es entstand Offenheit, auch Neues auszuprobieren. Besonders Spaß machte eine Interaktion, die bei gutem Wetter im Freien stattfinden konnte. Dabei wurde auch wahrgenommen: Sich in andere Lebenssituationen hinzuversetzen, schafft Verständnis füreinander, gemeinsames Tun und auch einfach miteinander lachen, verbindet. Interessant war der Austausch über Bilder mit verschiedenartigen Brücken – von stabil bis brüchig, große und kleine Distanzen überwindend. Viele wählten Brücken, die nur einen geringen Abstand überspannten. Das zeigt, dass die Generationengemeinschaft innerhalb der Gemeinde weitgehend als positiv wahrgenommen wird – aber auch die Notwendigkeit, Brücken zu bauen, wofür es manchmal Mut braucht.

Am Sonntag wurde unter Mitgestaltung aller Generationen ein Gottesdienst gestaltet zum Thema „Einander etwas zutrauen, fördern, ermutigen“ (2. Tim. 1,7) und zur Beziehung von Paulus und Timotheus. Dabei wurde auch die Collage vom Vortag zum Thema „Mein Traum von Gemeinde“ einbezogen. Es gab anschauliche und handlungsorientierte Elemente, zum Beispiel einen Gebetsteil mit Stationen zum Danken und Bitten.

Vieles wurde auf Flipchart festgehalten und soll vor Ort weiter wirken – wie Samenkörner, die gesät wurden und nun gehegt und gepflegt werden müssen.

Ein Bericht von Jutta Teubert

"Auf Augenhöhe" in der EFG Uetersen

Wer mag schon graues Einerlei?

Farbe freut Seele - bunt erfreut das Herz! „Bunte Gemeinde!“ So lautete vor einigen Jahren das Jahresthema unseres Bundes und dieses Motto bleibt eigentlich zu jeder Zeit aktuell. Auch unsere Gemeinde in Uetersen ist geprägt von einer bunten Vielfalt. Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren,  Menschen aus anderen Ländern und aus Deutschland,  die verschiedensten Talente, Temperamente und Gaben sind Dinge, die uns in Uetersen ausmachen und für die wir sehr dankbar sind.

Diese Vielfalt wollten wir ganz bewusst als etwas Besonderes erleben und uns auch einmal einen ganzen Nachmittag Zeit nehmen, um „auf Augenhöhe im Anderen Christus zu entdecken“. So waren also alle ganz herzlich eingeladen, miteinander Gemeinschaft zu haben, zu reden, nachzudenken und sich über unsere Vielfalt zu wundern und zu freuen – und über 70 Erwachsene, Jugendliche und Kinder waren gerne der Einladung gefolgt.

Nach dem Start mit einem gemeinsamen Mittagessen, führte uns Jutta Teubert, ehrenamtliche Mitarbeiterin im Leitungskreis des Fachbereiches Familie und Generationen in unserem Bund, durch den Nachmittag.

Aufgelockert durch etliche Interaktionen, Gespräche in kleinen und großen Gruppen sowie Austausch im großen Forum beschäftigten wir uns unter fachlicher Anleitung mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden und den Hauptaufgaben der verschiedenen Generationen in unserer Gemeinde Uetersen.

Außerdem stellten wir fest, dass auf Grund der demografischen Veränderungen eine Abgrenzung zwischen den Generation gar nicht mehr so einfach möglich ist: die Einteilung in die Alten oder die Jungen gibt es kaum noch. Obwohl unser Miteinander geprägt ist von verschiedenen Frömmigkeitsstilen, Prägungen, Gaben und Kompetenzen, haben wir festgestellt, dass durch das Wahrnehmen unserer Vielfältigkeit das Miteinander der Generationen gelingt und auch das „Hand-in-Hand arbeiten“ zukünftig noch bewusster gelingen kann.

Auf Augenhöhe: ein Gewinn für jeden Teilnehmer und die ganze Gemeinde.

Bericht von Hans-Jürgen Klatt