Einladungsvideo AmPuls-Konferenz

AmPuls-Konferenz 20.-22. Januar 2023 - in München und online

Versöhnung: Auf geht's!

Versöhnt leben und versöhnend unterwegs sein – das ist 2023 der thematische Schwerpunkt unter dem Jahresthema „Dich schickt der Himmel!“

Es geht um spannende, vielleicht neue Zugänge zu einer dienenden Mission, deren Kern und Kraft das göttliche Geschenk der Versöhnung ist. Im Mittelpunkt stehen Themen wie: Evangelisation als Versöhnungsgeschehen, Versöhnung mit der Schöpfung, versöhnendes Handeln in Gesellschaft und Gemeinde angesichts von „hate speech“ und scheinbar unversöhnlichen Gegensätzen, Versöhnung auf internationaler und interkultureller Ebene.

Die Konferenz wird hybrid angeboten. Wir freuen uns sehr, dass die EFG München-Holzstraße uns wieder eingeladen hat! Die grundlegenden Vorträge können sowohl vor Ort wie im Internet gemeinsam erlebt werden. Dafür haben wir kompetente Menschen gewinnen können wie zum Beispiel Johannes Reimer für den Eröffnungsabend sowie Regina Claas, Heinrich Christian Rust, Jonathan Walzer und Elke und Hasso von Winnig für den Samstag.

Ansonsten bereiten wir zwei eigenständige Konferenzen vor, was zum Beispiel die Workshops, den Zeitplan und das Rahmenprogramm betrifft.

Mehr über das Programm und das vielfältige Angebot wird nach und nach auf dieser Seite erscheinen.


Programmübersicht


Prof. Dr. Johannes Reimer

Prof. Dr. Johannes Reimer ist Leiter des Departments of Public Engagement und Mitglied der Exekutivleitung der Weltweiten Evangelischen Allianz. Er ist Professor für Missionswissenschaften und Gemeindeaufbau und hat mehrere Bücher zu diesen Themen verfasst. (z. B. "Wo Versöhnung zu Hause ist - Gemeinde als Versöhnungszentrum" [2020])

Grundlagenreferat
Wo Versöhnung zu Hause ist

Versöhnung zeichnet den Weg zurück zum Original auf, und zwar in allen Bezügen des Lebens: spirituell (mit Gott), persönlich (mit mir selbst), sozial (mit den Mitmenschen) und ökologisch (mit der Schöpfung). Versöhnung ist das Herz des Evangeliums.

Regina Claas

Regina Claas ist seit Januar 2022 Pastorin im Ruhestand des BEFG und lebt in Ascheberg bei Plön in Schleswig-Holstein. Als „Jesus-Nachfolgerin mit einer Mission“ war sie von 1994 – 2003 und von  2014 – 2021 im Auftrag der EBMI im Südlichen Afrika. Brückenbauerin für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung sieht sie als ihre Lebensberufung. Dazu engagierte sie sich viele Jahre auch bei der Baptist World Alliance.

Versöhnung – so kann’s gehen!
Versöhnt leben im interkulturellen Miteinander

Versöhnung heißt in meiner Lebensgeschichte  ganz konkret, Brücken zu bauen zwischen Menschen, aus ganz unterschiedlichen Kulturen.  Kulturunterschiede, die ja oft auch verknüpft sind mit Rassenunterschieden, können für erhebliche Spannungen und Missverständnisse sorgen. Wir begegnen uns als Fremde und werden zu Freunden. Dazwischen liegt ein Weg, auf den wir uns gemeinsam einlassen. Denn wir sind so verschieden und so verwurzelt in unserer Lebensart, unseren Gewohnheiten und Anschauungen! Wir setzen so vieles als „normal“ voraus und urteilen schnell über die, die es anders machen, als wir es erwarten.

Ich lebte viele Jahre im Ausland, erst in den USA und dann im Südlichen Afrika. Und ich hatte das Privileg, im Auftrag des Baptistischen Weltbundes durch die ganze Welt zu reisen. Dabei lernte ich meine Wahrnehmung zu schärfen und mich dem Unbekannten zu öffnen. Freunde aus vielen anderen Kulturen waren bereit, meine Andersartigkeit zu ertragen und sich mit mir auseinanderzusetzen. So konnten wir zueinander finden und auch für andere Menschen Brücken bauen. Wir  lernten miteinander, die Vielfalt nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung zu erleben und zu schätzen. Wir lernten, Christus im anderen zu sehen.

Einladung zum vertiefenden Workshop von Regina Claas

In einem Vortrag von vielleicht 10 Minuten können nur ein paar Striche gezogen werden, um die Thematik der Versöhnung zwischen den Kulturen zu skizzieren.
Ich lade euch ein, in einem vertiefenden Workshop miteinander ins Gespräch zu kommen. Lasst uns darüber reden, wie wir Brücken bauen können zu den Menschen aus anderen Kulturen und wie wir uns selbst dafür öffnen können.

  • Was könnte unsere Motivation sein, auf andere zuzugehen?
  • Wie können wir ins Gespräch kommen?
  • Wie können aus eher oberflächlichen Begegnungen tiefere Freundschaften werden?
  • Wie können wir einander bereichern und miteinander wachsen?
  • Wie gehen wir mit Vertrauensbrüchen, mit Scheitern von und mit den Grenzen solcher interkulturellen Beziehungen  um?

 

Heinrich Christian Rust

Pastor i.R. Heinrich Christian Rust (Jg 1953 Braunschweig) hat im BEFG als Gemeindepastor und Referent vielfältige Akzente für den missionarischen Gemeindeaufbau gesetzt. Er ist weiterhin als Dozent für Christliche Spiritualität, Gemeindeaufbau und -kybernetik tätig. Rust ist Autor zahlreicher Bücher und engagiert sich im ökumenischen Dialog.

Versöhnung – so kann’s gehen!
Versöhnt in und mit der Schöpfung

Hat Gott die nichtmenschliche Schöpfung , die Natur, den Kosmos, -uns Menschen zur Herrschaft überlassen? Ist es eine leblose Materie, ist unser Planet ein Erdenkloß, oder ist er durchzogen vom Hauch (Geist) Gottes? Versöhnung durch das Blut Christi berührt nicht nur Menschen und Völker, sondern auch die nichtmenschliche Schöpfung. So sendet der Auferstandene uns nicht nur zu den Völkern, sondern gleichsam zur ganzen Schöpfung, um das Evangelium  zu predigen (Mk 16,16). Die nichtmenschliche Schöpfung offenbart das Geheimnis und die Kraft des Evangeliums nicht, dennoch verkündigt sie die Größe, die Schönheit der Existenz Gottes auf ihre Weise. Sie wartet auf das Offenbarwerden der Kinder Gottes (Röm 8).

Als Kinder Gottes haben wir eine Mitwelt, die ebenfalls in das Versöhnungsgeschehen des Evangeliums von Jesus Christus einbezogen ist. Wie aber äußert sich eine solche Schöpfungsspiritualität?

Wir werden die Grundskizzen einer ökologischen Theologie, Ethik und Spiritualität bedenken und zugleich nach Konkretionen für den missionarischen Gemeindeaufbau fragen.

Silke Tosch

Pastorin seit 1991, aber nicht immer als solche tätig, habe nach Theologie noch Kulturpädagogik und -management in Mönchengladbach und Nijmegen studiert. Lebe in Mönchengladbach und arbeite in Düsseldorf.

Jonathan Walzer

Jonathan Walzer, 34 Jahre alt, ist Pastor im BEFG und seit 2018 Landesjugendreferent im GJW Bayern. Zudem ist er ehrenamtlich Ältester der EFG Landshut, Vorstandsmitglied der Geistlichen Gemeindeerneuerung und Co-Initiator von "J17 - Begründet begeistert für Jesus". Der Ehemann und zweifache Vater ist passionierter Rock- und Metal-Fan sowie Spezialist für Fantasy, Science-Fiction und Comics.

Versöhnung – so kann’s gehen!
Versöhnt mit Evangelisation

Evangelisation war für viele Evangelikale auch anstrengend in den letzten Jahrzehnten. Erinnerungen an Druck und Angst scheinen zu prägen. Doch wie können wir mit Evangelisation versöhnt werden? Jonathan Walzer wird über den „Ruf zur Versöhnung“ sprechen – und über positive Evangelisationserfahrungen und -erinnerungen. Für die Mission ist Evangelisation unerlässlich – manche können zwar scheinbar nicht mit ihr, aber ohne Zweifel können wir auch nicht ohne sie ernsthaft von Mission sprechen. So ist diese Versöhnung ein notwendiger Baustein für die Mission der Kirche.

Elke und Hasso von Winning

Elke und Hasso von Winning sind beide evangelische Pfarrer und leben in Straubing im katholisch geprägten Niederbayern. Sie sind beide stark in der Allianz, im ökumenischen und im interreligiösen Dialog engagiert. Sie sehen ihren Dienst als Auftrag Jesu, die Menschen mit Gott zu versöhnen. Sie haben missionarischen Gemeindeaufbau als seelsorgerlichen Dienst am Einzelnen und zugleich als Wirken der Christen in der Gesellschaft verstanden.

Versöhnung – so kann’s gehen!
Versöhnung fällt nicht (?) vom Himmel… Versöhnung leben in der Gesellschaft

Versöhnung geschieht nicht über Vorträge oder Appelle. Versöhnung ereignet sich, wenn Menschen nicht nur auf sich schauen, sondern auch den fremden Anderen wahrnehmen.

  • Was sehen wir im Anderen und können es wertschätzen?
  • Wie glauben wir, dass Gott uns und den Anderen ansieht? Siehe die neue Jahreslosung: „Du bist ein Gott, der mich sieht.“ (Genesis 16,13)
  • Wie können wir Versöhnung stiften?


Einladung zum vertiefenden Workshop von Elke und Hasso v.Winning

Im vertiefenden Workshop wollen wir das einüben, indem wir Fremdartiges in der Gesellschaft anschauen und wie wir darauf reagieren. Wir wollen mit euch einen Weg der Versöhnung gehen, den wir selbst noch nicht bis zum Ende gegangen sind. Versöhnung ist für uns kein Zustand, sondern der uns ständig verwandelnde Prozess der Liebe Gottes.

  • Wo beginnt dieser Prozess der Versöhnung?
  • Wo braucht die Welt die Predigt, das Vorbild der Versöhnung?
  • Wie geschieht Versöhnung in der Gesellschaft?
  • Was kann ich tun, um Versöhnung in die Gesellschaft zu tragen?