Lebenswelten - Zeig mir dein Herz

Ausstellung Lebenswelten in Hamburg beendet

Nach dreimonatiger Ausstellungsdauer wurde Ende November die Ausstellung „Lebenswelten“ mit einer Finissage in den Räumen des Ökumenischen Forums in der Hamburger Hafencity beendet.

Hunderte von Besuchern des Ökumenischen Forums und des benachbarten Cafes Elbfaire sowie Gäste einer baptistischen und einer katholischen Gemeinde, die die Fotoausstellung leihweise in ihren Kirchenräumen zu Gast hatten, haben während der vergangenen Wochen die 100 lebensgroßen Personenfotos betrachtet.

Mehrere Veranstaltungen zum Thema „Wunderbar ist der Mensch!“ begleiteten die Ausstellung.  So sprach u.a. der Persönlichkeitstrainer und Pastor der Oncken-Gemeinde in Hamburg, Franc-Eric Müller, Ende Oktober zum Thema „Ich bin ich – und du bist du!“ über verschiedene Persönlichkeitsprofile.

Zur Finissage Ende November waren auch die abgebildeten Personen selbst eingeladen. In einer persönlichen Gesprächsrunde wurden einige der abgebildeten Personen zu ihrer jeweiligen Lebenswelt befragt.
Anschließend waren alle Gäste zu einer Andacht in die Kapelle des Ökumenischen Forums eingeladen.

Carsten Hokema, Referent im Dienstbereich Mission des BEFG, predigte zum Thema „Wunderbar ist der Mensch!“: „Wir haben allen Grund, den Schöpfer der Welt und unseres Lebens zu loben! Die Vielfalt unserer Lebensgeschichten macht das deutlich. Und wir haben allen Grund, Menschen, deren Leben nicht gelingt oder von Leid geprägt ist, unsere helfende Hand zu reichen. Damit loben wir den Schöpfer!

Die vom Team des Dienstbereichs Mission des BEFG bei einem Teameinsatz im Juni erstellte Ausstellung „Lebenswelten“ war Anfang September von der Bischöfin der Nordkirche für den Sprengel Hamburg und Lübeck, Kirsten Fehrs, im Rahmen der Hamburger Nacht der Kirchen eröffnet worden:„Mir gefällt die Lebensfreude, die sich in jedem Bild zeigt. Und die Schönheit, die doch jedem der abgebildeten Menschen zu eigen ist. (...) Es ist eben genau das, was hervortritt, wenn Menschen sich so zeigen dürfen, wie sie gerne sein möchten. Es ist Angenommensein und Würde. Und aus allen Gesichtern spricht das, was der Psalm so unvergleichlich schön in Worte fasst: "Ich danke dir, Gott, dass ich so wunderbar gemacht bin."Die Ausstellungsräume im Ökumenischen Forum befanden sich unmittelbar gegenüber der umstrittenen Ausstellung „Körperwelten“ des Plastinators Gunther von Hagen. Interessierte  waren, das Thema der Körperwelten-Ausstellung „Eine Herzenssache“ aufnehmend, aufgefordert  worden, „ihr Herz zu zeigen“. Gunnar Bremer und Carsten Hokema, beide Referenten im Dienstbereich Mission, freuten sich während der Fotoaktion über die rege Beteiligung. „Wir hatten viele Begegnungen, Gespräche und Momente, die zu Herzen gingen!“.„Aber das war es wohl erstmal mit ‚Lebenswelten’“, so Carsten Hokema . „Dass im vergangenen Jahr in Bochum eine Baptistengemeinde direkt gegenüber von ‚Körperwelten’ war und dass jetzt in Hamburg das Ökumenische Forum direkt gegenüber von Körperwelten lag, das war eine Steilvorlage, die wir einfach annehmen mussten. Die Veranstaltungsleiter von ’Körperwelten’ haben wirklich offen und positiv auf unsere Initiative reagiert. Es ist unwahrscheinlich, dass noch einmal eine Kirche direkt gegenüber von ‚Körperwelten’ ist. Aber man weiß ja nie ...“.

Das Ökumenische Forum, hervorgegangen aus einem Zusammenschluss von 19 Konfessionen der Hansestadt, hatte einen idealen Ort für die Ausstellung geboten. Die Mennonitenpastorin und Leiterin des Ökumenischen Forums, Corinna Schmidt, zeigte sich angetan von der guten Zusammenarbeit mit ihren freikirchlichen Kollegen und über das Ergebnis der Fotoaktion.

Einige Gäste, die im Juni aufgrund der Fotoaktion auf das Ökumenische Forum aufmerksam geworden waren, gehören mittlerweile zu den regelmäßigen Gästen der Andachten und Veranstaltungen in der Kapelle des Forums.

Carsten Hokema
08.12.2014

Ein paar Eindrücke von der Eröffnung der Ausstellung finden Sie hier.

Weitere Fotos von der Ausstellung sehen Sie hier.

Mehr von der Teamaktion in Hamburg können Sie hier lesen.

Einen Bericht des Ökumenischen Forums und ein Interview mit Carsten Hokema finden Sie hier.