
Schubach; Posdzich mit Schneider
„Gemeinsam Zeichen von Gottes Menschenfreundlichkeit setzen“
Einführung des neuen freikirchlichen Senderbeauftragten im MDR
„Es ist ein Hoffnungszeichen, dass Kirchen und Freikirchen verstanden haben, dass unser gemeinsamer Herr uns über alle Unterschiede hinweg gemeinsam beauftragt hat, in dieser Welt Zeichen seiner Menschenfreundlichkeit und Liebe zu setzen.“ Mit diesen Worten hat Christoph Stiba, Vorstandsmitglied der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) und Generalsekretär des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG), in Leipzig die konfessionsübergreifende kirchliche Rundfunkarbeit im Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) gewürdigt. Anlass war ein Festgottesdienst zur Einführung von BEFG-Mitarbeiter Michael Schubach als freikirchlicher Senderbeauftragter beim MDR sowie seiner Assistentin, der Methodistin Kathrin Posdzich. Vertreter des Senders und der Kirchen würdigten auch die langjährige Arbeit von Schubachs Vorgänger Christoph Maas.
Stiba beschrieb die kirchliche Rundfunkarbeit als den „spannenden Auftrag, Menschen, die wenig von Kirche, von Gott wissen, ein Gespür für die Schönheit des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe Gottes zu vermitteln.“ Gemeinsam mit den Autorinnen und Autoren sei es nun an Schubach und Posdzich, „neugierig zu machen und gleichzeitig durch Positionen zum Nachdenken, vielleicht sogar zum Umdenken, anzuregen.“ Wie Stiba hoben auch die Senderbeauftragten der Evangelischen und der Katholischen Kirche, die Pfarrer Andreas Beuchel und Bernhard Venske, die ökumenische Verbundenheit der Kirchen im MDR hervor. So sagte Venske in seinem Grußwort: „Unser Glaube äußert sich in den vielen Konfessionen. Wir sind Ergänzung zueinander, nicht Konkurrenz.“ Das gemeinsame Zeugnis sei allerdings nur durch die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Sender möglich, wie der Moderator des Abends, BEFG-Referent Friedrich Schneider, und die anderen Kirchenvertreter deutlich machten. So berichtete Andreas Beuchel den Anwesenden von „legendären“ Treffen der Senderbeauftragten mit Sandro Viroli, dem Direktor des MDR-Landesfunkhauses in Dresden. Dort habe man in einem guten Miteinander das Rundfunkprogramm gestaltet. Viroli selbst hob dies auch in seinem eigenen Grußwort hervor und begrüßte Michael Schubach und Kathrin Posdzich herzlich im MDR.
Neben Viroli und Stiba würdigte auch Markus Fischer, Pfarrer der Selbstständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) und Mitglied des freikirchlichen Rundfunkausschusses im MDR, die Arbeit von Schubachs Vorgänger Christoph Maas. Dieser habe in seinen 14 Jahren als Senderbeauftragter dazu beigetragen, dass die Kirchen an einem Strang gezogen hätten.
Seine neue Aufgabe als Senderbeauftragter wird Pastor Michael Schubach im Rahmen seiner Arbeit als Regionalreferent des BEFG-Dienstbereichs Mission für Ostdeutschland ausfüllen. Schubach trägt die inhaltliche Verantwortung für alle freikirchlichen Sendungen. Er leitet den Ausschuss der freikirchlichen Autoren im Sender, begleitet die monatlichen Hörfunk- und die jährlichen Fernsehgottesdienste aus Freikirchen und ist Ansprechpartner für die Sprecherinnen und Sprecher der regelmäßigen Radioandachten in Sachsen.
Ein Artikel von Dr. Michael Gruber


