Deutsch-persische Gemeindeentwicklung

Seit einigen Jahren erleben wir eine besondere Bewegung unter Menschen aus dem Iran und Afghanistan, die zum Glauben an Jesus Christus und in unsere Gemeinden kommen. Wir danken Gott für sein wunderbares Wirken und setzen uns für eine deutsch-persische Gemeindeentwicklung ein.

Persischsprachige Christen wollen in ihrem Glauben und Leben gefördert werden und zugleich unsere Gemeinden und Gesellschaft mitgestalten. Das Netzwerk „deutsch-persische Gemeindeentwicklung“ bietet Informationen, Impulse, Austausch und Schulung für Engagierte und Verantwortliche in den Gemeinden.


Aktuell

Ostern: Hoffnung, die Widerstand wagt

Auf Deutsch und Farsi
Vortrag von Raymond Mathis | Übersetzung auf Farsi: Amir Paryari

„Ostern ist ein Fest für Menschen, die wissen, wie dunkel die Welt sein kann – und trotzdem nicht aufhören wollen zu hoffen. Denn der Gott, der Jesus auferweckt hat, ist derselbe Gott, der auch heute Geschichte schreiben kann.“

Mit diesen Sätzen hat uns Raymond Mathis im Online-Seminar am 30.03.2026 Mut und Hoffnung zugesprochen.


Gedanken von Zohreh Niazi Vahdati zum persischen Neujahrsfest (20.03.2026) 

Feiern wir dieses Jahr Nowruz?

Wochenlang habe ich mich gefragt, ob wir Nowruz in diesem Jahr überhaupt feiern sollten. Unsere Herzen sind schwer. Wir tragen Trauer in uns. Wir sind voller Sorgen und Ungewissheit. Manchmal fühlt es sich an, als wäre die Freude weit weg.

Aber etwas dürfen wir niemals vergessen: 
Nowruz ist nicht nur ein fröhliches, lautes Fest. Nowruz ist ein Teil unserer Seele. Ein Teil unserer Identität.

Im Laufe der Geschichte gab es immer wieder Menschen, die versucht haben, Nowruz zu schwächen oder ganz abzuschaffen. Doch es ist geblieben. Warum? Weil Iranerinnen und Iraner durch ihre Kultur geprägt sind. Und die Geschichte hat gezeigt, dass selbst die schwersten Zeiten diese reiche Kultur nicht zerstören konnten – eine Kultur, deren Wurzeln so tief sind, dass Menschen sogar ihr Leben für ihren Erhalt gegeben haben.

Vielleicht gerade deshalb.

Weil Kultur mehr ist als ein Brauch. Sie ist Erinnerung. Sie ist Zusammenhalt. Sie trägt Menschen durch schwere Zeiten.

Auch der Glaube erinnert uns daran, dass das Leben nicht nur aus dunklen Zeiten besteht. Gott hat die Welt in Zyklen geschaffen – Nacht und Morgen, Winter und Frühling. Der Frühling kommt nicht, weil wir stark genug sind, ihn herbeizuführen, sondern weil Gott neues Leben schenkt.
Er macht alles neu. 

Darum kann Nowruz auch in schweren Zeiten gefeiert werden. Nicht, weil alles gut ist. Sondern weil Hoffnung mehr ist als ein Gefühl – sie ist eine Entscheidung.

Vielleicht wird unser Nowruz in diesem Jahr einfacher sein. Vielleicht wird es weniger Lachen geben. Vielleicht wird mehr Stille am Tisch herrschen. Doch auch das gehört zu Nowruz. 

Aber die Haft-Sin-Tafel erinnert uns trotzdem an etwas Wichtiges:
Wir üben Hoffnung. 
Wir leben noch. Und solange wir leben, geben wir die Hoffnung nicht auf.

Vielleicht ist das gerade in diesem Jahr die tiefste Bedeutung von Nowruz: dass wir lernen, Hoffnung festzuhalten – auch dann, wenn sie leise geworden ist. 
Mein Gebet ist,  dass Gott unserem Land, unseren Familien und unseren Herzen neue Hoffnung schenkt.
Die nächste Generation soll wissen:
Nowruz bedeutet nicht nur Freude. Nowruz bedeutet auch, dass ein Volk selbst in schweren Zeiten an der Hoffnung festhält.
Und dass nach dem härtesten Winter – mit Gottes Hilfe – wieder Frühling wird. 


Zweisprachige Videobotschaft von Omid Homayouni

(zuerst Deutsch, dann Farsi)


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Internationale Mission in Deutschland: www.baptisten.de/imd
Elam Ministries: www.elam.com