
1700 Jahre Konzil von Nizäa
Ökumenischer Austausch über das nizäische Glaubensbekenntnis
Vom 4. bis 7. Juni nahm Prof. Dr. Joshua T. Searle, Professor für Missionswissenschaft an der Theologischen Hochschule Elstal an einem besonderen ökumenischen Symposium in Rom teil. Veranstaltungsort war die Päpstliche Universität St. Thomas von Aquin (Ateneo Angelicum).
Die internationale Konferenz stand unter dem Thema „Nicaea and the Church of the Third Millennium: Towards Catholic-Orthodox Unity“ („Nizäa und die Kirche des dritten Jahrtausends: Auf dem Weg zur katholisch-orthodoxen Einheit“) und war dem 1700. Jubiläum des Konzils von Nizäa gewidmet.
Eine Aufgabe der Theologischen Hochschule Elstal ist es, den BEFG in ökumenischen Gremien und Konferenzen zu vertreten. In diesem Sinne war Searle eingeladen, eine baptistische Perspektive auf das nizäische Glaubensbekenntnis zu präsentieren. In seinem Vortrag wies er darauf hin, dass das Glaubensbekenntnis von Nizäa – auch wenn es bislang in freikirchlichen Kontexten eher wenig Präsenz gezeigt hat – in zentralen theologischen Punkten mit baptistischen Überzeugungen übereinstimmt: dem trinitarischen Gottesbild, der Göttlichkeit Christi sowie den historischen Ereignissen der Kreuzigung und Auferstehung Jesu. Searle betonte, dass das nizäische Bekenntnis ein starkes verbindendes Element sein könne, um den ökumenischen Austausch zu vertiefen, da es die gemeinsame Grundlage des christlichen Glaubens verdeutliche.
Zu weiteren Rednern und Rednerinnen der Tagung gehörten unter anderem Kardinal Kurt Koch, der in seinem Hauptreferat über „Das 1700. Jubiläum des Konzils von Nizäa: Eine ökumenische Chance und Herausforderung“ sprach. Weitere Beiträge kamen von Metropolit Job von Pisidia, Vorsitzender der Gemeinsamen Internationalen Kommission für den Theologischen Dialog zwischen der römisch-katholischen und der orthodoxen Kirche, sowie von Erzbischof Rowan Williams, dem früheren Erzbischof von Canterbury.
Ein besonderer Höhepunkt für alle teilnehmenden Theologen, Philosophinnen und Kirchenleitenden war eine Privataudienz bei Papst Leo XIV.
„Das Symposium war ein sehr bedeutendes und lehrreiches Ereignis und eine würdige Feier des nizäischen Glaubensbekenntnisses sowie seiner anhaltenden Bedeutung im Leben der weltweiten Kirche“, so das Fazit von Joshua Searle am Ende der Veranstaltung.
Ein Artikel von Referat für Kommunikation