
Natalie Georgi und Dr. Maximilian Zimmermann
Bundesratstagung: „Segen bewegt“ – Gemeinden als Hoffnungsorte
Kirchenparlament und Glaubenskonferenz des BEFG über Himmelfahrt in Kassel
Rund 1.000 Menschen kommen vom 13. bis 16. Mai im Kongress Palais in Kassel zur Bundesratstagung 2026 des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) zusammen. Gemeinsam feiern sie Gottesdienst, erhalten ermutigende Impulse und beraten über wichtige Zukunftsfragen der Freikirche. Die Programmpunkte der Glaubenskonferenz stehen ebenso wie die anstehenden Beschlüsse des Kirchenparlaments unter dem Leitmotiv „Segen bewegt“, wie BEFG-Präsidentin Natalie Georgi betont: „Wir wollen unsere mehr als 750 Gemeinden in ganz Deutschland als Hoffnungsorte stärken.“
Der Bundesrat 2026 knüpft nahtlos an die Beschlüsse aus dem Vorjahr an. 2025 hatten die Delegierten beschlossen, die Strukturen des BEFG grundlegend zu verändern, um die Gemeinden in ihrer missionarischen Ausrichtung und ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bestmöglich zu stärken. In diesem Jahr soll der rechtliche Rahmen für diese neue Struktur „Unser Bund – Segen bewegt“, kurz UB25, geschaffen werden. „Wir stehen vor der Aufgabe, dem bereits Beschlossenen eine klare, verbindliche und nachhaltige Ordnung zu verleihen. Wir haben damit die Chance, Handlungsspielräume und Strukturen zu schaffen, die unseren Gemeinden dienen und für die Zukunft tragfähig sind“, so Präsidentin Natalie Georgi, die das übergeordnete Ziel so beschreibt: „Wir sind vom Segen Gottes bewegt, und diesen Segen wollen wir in Worten und Taten an die Menschen im Umfeld unserer Gemeinden weitergeben.“
In einem Forum am Donnerstag wird auf dem Bundesrat berichtet, wie die 25 Regionen, die laut UB25-Konzept Anfang 2027 offiziell starten, bereits jetzt gemeinsam auf dem Weg sind. „Dass unsere Ortsgemeinden missionarische Kraft haben und dass junge Menschen den Freiraum haben, sich wirksam in das Leben der Ortsgemeinde einzubringen – das ist das Ziel von UB25“, so fasst es der neue BEFG-Generalsekretär Dr. Maximilian Zimmermann zusammen. „Wir wünschen uns, dass dies in einem guten Miteinander aller Generationen passiert.“ Dieses Ziel kommt auch in der Konferenz zum Ausdruck. So nimmt ein weiteres Forum die Partizipation junger Menschen in den Blick. Der Konferenzabend am Donnerstag lädt laut Programm dazu ein, „zuzuhören und zu staunen, wenn junge Menschen erzählen, was sie beschäftigt, bewegt und glauben lässt“.
Zu Beginn der Konferenz am Mittwochabend beleuchtet das baptistische Missionswerk EBM INTERNATIONAL die globale Perspektive von „Segen bewegt“, wie im Programm zu lesen ist: „Wie Neugier und echtes Interesse statt Angst vor Andersartigkeit helfen können, die Vielfalt der christlichen Glaubenszeugnisse als bereichernd zu erleben, und wie gemeinsames Lernen gelingen kann, dazu lädt dieser Abend ein.“ Im Himmelfahrtsgottesdienst am Donnerstag predigt Präsidentin Natalie Georgi über den „Segen Jesu – eine Kraft, die in Bewegung setzt“. Sie beschreibt die Himmelfahrt Jesu als Aufbruch und zeigt auf, was das für Christinnen und Christen heute bedeutet. Unter der Überschrift „Segen bewegt … im miteinander Ringen um die Mitte“ gehen bei den fünf Bibelarbeiten am Freitag jeweils zwei Theologen beziehungsweise Theologinnen auf unterschiedliche Aspekte des Konferenzmottos ein. Generalsekretär Dr. Maximilian Zimmermann befasst sich in seiner Bibelarbeit am Samstag mit dem bekannten Wort Jesu Christi: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“
Beratungen über die Finanzen des Bundes nach einer Bibelarbeit, Berichte der Arbeitsbereiche nach einem Gottesdienst, Diskussionen über juristische Feinheiten und danach gemeinsamer Gesang mit der Konferenzband um Jan Primke – Natalie Georgi schätzt „die bunte Vielfalt bei der Bundesratstagung. Da kommen alle Facetten kirchlichen Lebens zusammen.“
Wie einige Bundesratsveranstaltungen wird auch der Bundesgottesdienst am Tag nach der Konferenz live auf YouTube übertragen. Er kommt aus der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Berlin-Schöneberg. Natalie Georgi und Dr. Maximilian Zimmermann „staunen in ihrer Predigt über das, was in Apostelgeschichte 3 geschieht – und fragen sich gemeinsam, was wir als Gemeinden geben können und wie wir Segen für Menschen sein können, über Grenzen hinweg“.
Ein Artikel von Dr. Michael Gruber