Drei iranische Pastorinnen ordiniert

Absolventinnen des aktuellen PIAP-Programms in ihrem Dienst bestätigt

In den letzten zwei Monaten wurden drei iranische Pastorinnen ordiniert – wir erleben besondere Zeiten des Segens! Nachdem im Frühjahr neun Teilnehmende des Pastoralen Integrations- und Ausbildungs-Programms ihre Weiterbildung mit Zertifikat abgeschlossen haben, erhielten nun die ersten drei von ihnen diese Anerkennung im BEFG und Bestätigung ihres Dienstes in unseren Gemeinden – mit ihrer jeweils ganz eigenen Prägung.

Maryam Köhr aus Datteln war bisher als Friseur-Meisterin tätig, und ist jetzt Pastorin in der EFG Recklinghausen. Maryam sagt: „Manchmal habe ich aufgrund der Hindernisse, die sich mir in den Weg gestellt haben, an meiner Berufung gezweifelt. Doch immer wieder gab es eine Stimme in meinem Inneren und Bibelverse, die mir von außen gezeigt haben, dass Gott mit mir ist. Das Einzige, was ich manchmal bedauere, ist, dass ich diese Entscheidung, Gott zu dienen, nicht schon viel früher getroffen habe.“ Neben der deutschen und der farsisprachigen Gruppe wird diese Gemeinde auch von Christen aus afrikanischen Ländern geprägt. Der Ordinationsgottesdienst ging am Ende in eine bewegte Lobpreis-Session über, bei der Menschen unterschiedlichster Herkunft mit Musik, Gesang und Tanz beteiligt waren.

Segensgebet für Maryam Köhr

Lobpreis in Recklinghausen mit Maryam Köhr

Pouneh Mekwandy ist gelernte Erziehungswissenschaftlerin und hat gemeinsam mit ihrem Mann vor einigen Jahren die Gemeinde „Taaj“ („Krone“) in Essen gegründet. Zur Ordination kamen befreundete Pastoren aus Norwegen und Dänemark angereist und aus London die Witwe eines bekannten iranischen Pastors, der wenige Wochen zuvor verstorben war. Pouneh gab auf bewegende Weise Bericht von ihrem Weg im Glauben und Dienst, und dankte ausdrücklich für das Pastorale Integrations- und Ausbildungs-Programm, das ein so prägender Teil ihrer geistlichen Reise geworden ist. „Ich bin von Herzen dankbar, dass meine Berufung und mein Dienst nun auch durch die Ordination im BEFG offiziell bestätigt wurden. Für mich ist dies zugleich Ermutigung und Verantwortung, Jesus Christus und seiner Gemeinde treu zu dienen.“

Pouneh Mekwandy

Ordination Pouneh Mekwandy

Mahboubeh Jafari ist jetzt Pastorin in der Auferstehungskirche in Hamburg, Rübenkamp. Außerdem leitet sie das Gründungsprojekt Agape, eine Online-Gemeinschaft, in der farsisprachige Menschen aus verschiedenen Orten verbunden sind, auch aus Armenien und dem Iran. Mit diesem Projekt geht auch die Gemeindegründung im BEFG neue Wege der grenzüberschreitenden Wirkung. „Für mich ging es an diesem Tag nicht darum, einen Titel zu bekommen. Es war vielmehr so als würde ich den Ruf noch einmal neu hören: Christus zu lieben und den Menschen zu dienen, die er mir anvertraut hat“, sagte Jafari anlässlich ihrer Ordination.

Mahboubeh Jafari

Gemeinde Hamburg Rübenkamp

 
Vor zehn Jahren gab Gott uns die Vision von „deutsch-persischer Gemeindeentwicklung“ - heute sehen wir die Realität an vielen Orten unseres Landes und sind mit zwölf farsisprachigen Ordinierten im BEFG gesegnet. Im November werden über zwanzig Verantwortliche zusammenkommen um die nächsten Schritte dieser Entwicklung im Gebet und Austausch zu erkunden.

Ein Artikel von Thomas Klammt