
Friedrich Schneider verstorben
Mit Weitsicht, Kreativität und Besonnenheit den BEFG nachhaltig geprägt
Pastor i. R. Friedrich Schneider ist am 3. Juli im Alter von 71 Jahren verstorben. Als langjähriges Mitglied der Bundesgeschäftsführung und Referent in verschiedenen Bereichen des BEFG gestaltete er die Entwicklung des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden über viele Jahre maßgeblich mit. Mit großer Weitsicht, Kreativität und Besonnenheit setzte er wichtige Impulse für Gemeindeentwicklung, Kommunikation und die Zusammenarbeit im Bund. „Seine Überzeugung von der Menschenfreundlichkeit Gottes prägte seinen Umgang mit anderen. Es ging ihm darum, Menschen zu stärken, Gemeinden zu unterstützen und gemeinsam mit anderen Gottes Liebe sichtbar und erfahrbar zu machen.“, schreiben BEFG-Präsidentin Natalie Georgi und Generalsekretär Dr. Maximilian Zimmermann in ihrem Nachruf. [Nachruf als PDF herunterladen]
Nachruf auf Friedrich Schneider
* 11. Juli 1954 † 3. Juli 2026
Mit großer Traurigkeit und tiefer Dankbarkeit nehmen wir Abschied von Pastor Friedrich Schneider, ehemaliges Mitglied der Bundesgeschäftsführung des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden. Am 3. Juli ist er im Alter von 71 Jahren in Oldenburg nach schwerer Krankheit verstorben.
Über fast vier Jahrzehnte hat Friedrich Schneider Gemeinden begleitet, Menschen ermutigt und die Entwicklung unseres Bundes mit großer Kreativität, innovativen Impulsen und geistlicher Weitsicht mitgestaltet und -geprägt.
Friedrich Schneider wurde am 11. Juli 1954 in Cuxhaven geboren. Nach seinem Theologie-Studium an der Universität Bochum und am Theologischen Seminar in Hamburg begann er 1980 seinen pastoralen Dienst in der Baptistengemeinde Elmshorn. Von 1989 bis 1996 war er Pastor der Kreuzkirche Oldenburg. Anschließend wechselte er in die überregionale Arbeit des BEFG: zunächst als Medienreferent, von 2003 bis 2014 als Leiter des Dienstbereichs Gemeindeentwicklung und Mitglied der Bundesgeschäftsführung und ab 2014 bis zu seinem Ruhestand als Referent für Theologie, Gemeinde und Gesellschaft.
Friedrich Schneider stellte sich stets mit offenen Augen und einem weiten Herzen den Herausforderungen und Veränderungen der Zeit. Er war überzeugt davon, dass jede Zeit ihre eigenen Chancen mit sich bringt. Veränderungen sah er immer als Möglichkeit, neu zu fragen, neu zu lernen und Gottes Wirken in der Gegenwart zu entdecken.
Diese Haltung prägte auch seinen Dienst im BEFG. Unter seiner Mitwirkung entstanden wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Bundes: Die Arbeit der Zukunftskommission und die Neuausrichtung der Bundesstrukturen um die 2000er-Jahre herum, das Beraternetzwerk für Gemeinden, der Ausbau der Bildungsarbeit für Ehrenamtliche, die Gestaltung der Bundesratstagung sowie neue Wege in der Kommunikation waren nur einige davon. Auch der Aufbau des damaligen Fachbereichs Familie und Generationen war eine Aufgabe, in die er viel Kreativität, Engagement und Herzblut investierte.
Besonders am Herzen lag Friedrich Schneider die Frage, wie der Bund und seine Gemeinden Menschen in einer sich wandelnden Gesellschaft erreichen können. Deshalb engagierte er sich mit Begeisterung in der Medien- und Öffentlichkeitsarbeit des Bundes. Er setzte sich dafür ein, dass gute Inhalte Menschen erreichen und dass Gemeinden miteinander verbunden bleiben. Weil es ihm wichtig war, dass Christinnen und Christen sich über Konfessionsgrenzen hinweg gemeinsam in die Gesellschaft einbringen, investierte Friedrich Schneider immer auch in die ökumenische Zusammenarbeit – sei es in der der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), auf Kirchentagen oder beim Reformationsjubiläum 2017. Er war viele Jahre lang Mitglied im Aufsichtsrat des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP).
Er war ein kluger Kopf und hatte die Fähigkeit, Entwicklungen früh wahrzunehmen, Zusammenhänge zu erkennen und gemeinsam mit anderen neue Wege zu gestalten. Dabei stellte er sich nie in den Vordergrund, sondern wirkte in der ihn ausmachenden ruhigen, besonnenen und humorvollen Art.
Friedrich Schneider war ein Teamplayer und ein Gemeinschaftsmensch. Wer ihm begegnete, erlebte einen zugewandten, aufmerksamen und einfühlsamen Menschen. Er hörte zu, nahm andere ernst und suchte das Verbindende. Seine Überzeugung von der Menschenfreundlichkeit Gottes prägte seinen Umgang mit anderen. Es ging ihm darum, Menschen zu stärken, Gemeinden zu unterstützen und gemeinsam mit anderen Gottes Liebe sichtbar und erfahrbar zu machen.
Bis zuletzt blieb Friedrich Schneider von einer tiefen Gelassenheit und Dankbarkeit geprägt. Sein Vertrauen auf Gott trug ihn auch durch die letzten Monate seiner schweren Erkrankung. Die Hoffnung, die er verkündigt und gelebt hatte, blieb auch in dieser Zeit seine tragende Kraft. Besonders wichtig war ihm das Wort aus dem zweiten Timotheusbrief:
„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Timotheus 1,7)
Dieses Bibelwort hat Friedrich Schneider in seinem Dienst und in seinem Leben begleitet. Es beschreibt zugleich vieles von dem, was ihn auszeichnete: seinen Mut, neue Wege zu gehen, seine Liebe zu Menschen und seine besonnene Art, auch schwierige Situationen zu gestalten.
Viele seiner Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter verdanken Friedrich Schneider Ermutigung, Orientierung und fördernde Begleitung.
Wir sind Gott dankbar für das Leben und den Dienst von Friedrich Schneider. Die Hoffnung auf Gottes Zukunft und auf die Auferstehung ist unser Trost.
Mit unseren Gedanken und Gebeten sind wir bei seiner Frau Andrea, seinen Kindern und Enkelkindern sowie allen Angehörigen, Freundinnen und Freunden. Wir trauern mit ihnen und bitten Gott, sie in ihrer Trauer zu begleiten und ihnen seine Nähe spürbar werden zu lassen.
Pastorin Natalie Georgi (Präsidentin) und Pastor Dr. Maximilian Zimmermann (Generalsekretär)
Die Trauerfeier findet statt am Montag, dem 13. Juli, um 12 Uhr in der Kreuzkirche, Eichenstraße 15 in 26131 Oldenburg. Anschließend ist die Beisetzung auf dem Friedhof nebenan. Danach findet in der Kreuzkirche ein Erinnerungs-Fest mit gemeinsamem Essen statt, zu dem alle herzlich eingeladen sind.