
Gebet für den Libanon
Bewundernswerte Hilfe durch unsere Partner
Die Lage im Libanon verschärft sich zunehmend: Die Kriegshandlungen erreichen inzwischen auch das Zentrum von Beirut, zahlreiche Familien sind auf der Flucht. Lokale Partnerorganisationen von German Baptist Aid leisten unter schwierigen Bedingungen humanitäre Hilfe – von Notunterkünften über medizinische Versorgung bis hin zu psychosozialer Unterstützung. Der BEFG bittet seine Gemeinden um Gebet für die aktuelle Situation und die betroffenen Menschen. Matthias Dichristin, Koordinator von German Baptist Aid, berichtet.
Am Dienstag, dem 14. April, fanden zum ersten Mal direkte Gespräche zwischen politischen Vertretungen aus Israel und dem Libanon statt. Im Außenministerium der USA haben sich die libanesische Botschafterin und ihr israelischer Kollege getroffen. Ein historischer Moment, der deutlich macht, wie dramatisch die Lage im Nahen Osten ist.
(Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/asien/gespraeche-libanon-israel-100.html)
Bereits vor Ostern haben unsere Projektpartner von Thimar (www.thimar.org) im Libanon zu einem Online-Gebetstreffen eingeladen, an dem 100 Menschen aus der ganzen Welt teilgenommen haben. Christoph Stiba und ich waren für unseren Bund bei dem Treffen dabei. Immer wieder betonen unsere Geschwister im Libanon, wie wichtig es ist, dass wir als Gemeinden in Deutschland an ihrer Seite stehen, für sie beten und dadurch eine Ermutigung sind. Eine Mitarbeiterin von Alia Abboud, die als Leiterin vor Ort seit vielen Jahren mit uns verbunden ist, schreibt nun nach Ostern, dass die Situation deutlich eskaliert ist: „Der 8. April markiert einen der härtesten Tage in diesem Konflikt mit Raketenangriffen, bis ins Zentrum von Beirut. In einem Umkreis von vier Kilometern rund um die Baptistische Schule in Beirut (BBS) sind mehrere Geschosse eingeschlagen, manche nur zwei Häuserblocks entfernt.“ Ein Mitarbeiter der Schule schreibt uns am 8. April, dass „die Situation hart ist. Unsere Leute sind der Gefahr ausgeliefert und über ihre Grenzen hinaus angespannt. Dennoch versuchen wir unser Bestes, um auf die Not zu antworten und für die Menschen, um uns herum da zu sein. Wir wissen, dass wir das alleine nicht tragen können und bitten um eure Gebete.“
An der BBS und am Arabisch Baptistischen Theologischen Seminar (ABTS) sind seit vielen Wochen Familien untergebracht, die ihr Zuhause verlassen mussten. Für diese Notversorgung konnten wir aus der Katastrophenhilfe des deutschen Bundes bereits 50.000 Euro zur Verfügung stellen. Auch das von uns unterstützte Bildungsprojekt Tahaddi berichtet davon, wie Nothilfe passiert: Tausende Decken, Kissen, Matratzen und Nahrungsmittel wurden verteilt. Viele Menschen haben medizinische Nothilfe erfahren. Über die Arbeit des Projektes SKILD, das Kinder mit Beeinträchtigungen und deren Familien unterstützt wird in diesen Kriegstagen ausgedehnter psychosozialer Beistand geleistet: Ausgebildete Therapeutinnen helfen Kindern und Angehörigen in Einzel- und Gruppensitzungen mit den erlebten Traumata umzugehen.
Das Projekt Tahaddi erhält mit 60.000 Euro im Jahr die größte finanzielle Unterstützung von German Baptist Aid. Insgesamt helfen wir mit mehr als 200.000 Euro pro Jahr im Libanon.
Gebetsanliegen von unseren Partnern aus dem Libanon:
- Für das Team der BBS und alle Schülerinnen und Schüler mit ihren Familien: Dass Gott sie beschützt und sie den vertriebenen Familien helfen können.
- Für die vielen Gemeinden, die in ihrem Umfeld nun auf die Not antworten: Mögen sie weiter mit Mitgefühl ausgestattet sein und die Hoffnung, die wir in Christus haben, teilen.
- Für das ABTS: Dass es ein Ort der Zuflucht der Würde und des Friedens für die Vertriebenen sein kann.
- Für die psychologische Unterstützung durch das Team von SKILD, das Trost und Stabilität inmitten der Unruhe ermöglichen kann.
Wir bitten Gott um Frieden und halten Fürbitte für alle vom Krieg betroffenen Menschen in der Region, insbesondere für die Zivilbevölkerung auf allen Seiten des Konflikts.
Ein Artikel von Matthias Dichristin


