Foto: Ales Utouka Alones

Praxisnahes Studium: Damit Gemeinden fit für die Zukunft sind

Ihre Osterspende für die Theologische Hochschule Elstal

Es ist seit 1959 eine bewährte Tradition, zu Ostern die Theologische Hochschule Elstal mit einer Spende zu unterstützen, ob individuell oder mit der Osterkollekte in der Gemeinde. Im Theologiestudium erwerben die Studentinnen und Studenten Kompetenzen, mit denen sie später Gemeinden missionarisch und diakonisch verändern oder begründet und ganz bewusst Altbewährtes bewahren können. 

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An der Theologischen Hochschule Elstal wird es ab Oktober den neuen Master-Studiengang „Theologie und innovative Gemeindeentwicklung“ geben. „Er ist besonders als Angebot für Interessierte aus freikirchlichen Gemeinden konzipiert und kann auch studiert werden, während man berufstätig ist“, erklärt Ralf Dziewas, Professor für Diakoniewissenschaft und Sozialtheologie an der TH Elstal. Ermöglicht werde dies „durch eine Mischung aus Onlinestudium, eigenständigem Lernen, Praxis vor Ort sowie einzelnen Präsenzwochen“. Nach dem Abschluss sei eine Ordination in den pastoralen oder diakonischen Dienst möglich. 

„Zielgruppe sind Personen, die in Gemeinden aktiv sind, und sich für eine berufliche Tätigkeit im Gemeindekontext weiterbilden wollen“, erläutert Dziewas weiter. Voraussetzung: ein vorheriger Studienabschluss in einem anderen Fach als Theologie. Neben dem Eintauchen in Bibel und Theologie lege der Studiengang einen Schwerpunkt auf Innovation: Wie können Gemeinden fit für die Zukunft gemacht werden? Wie kann man neue Formen christlicher Gemeinschaften und Gemeinden gestalten? Dziewas verweist darauf: „Auch Handwerkszeug für Gemeindegründungen wird von erfahrenen Praxispartnern vermittelt.“

„Der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden fördert und begleitet bereits seit längerem zahlreiche Gemeindegründungsprojekte in Deutschland, um Wege zu Menschen zu finden, die neue Formen des Glaubens suchen“, ergänzt Christoph Stiba, Generalsekretär des Bundes.

„Besonders schätze ich die praxisnahe Vorbereitung auf die Arbeit in Gemeinde und Diakonie“, lobt etwa die Studentin Annegret Lewin. Um diese für die Gemeinden gewinnbringende praxisorientierte Richtung vermitteln zu können, bedürfe es ständig weiterer Investitionen, betont Volker Springer, kaufmännischer Geschäftsführer des Bundes. Und bittet deshalb um Spenden für die TH Elstal. 

Denn auch die rasante technische Entwicklung sowie neue Gewohnheiten von Menschen werden an der TH Elstal aufgegriffen. Die digitale Verkündigung der Botschaften Jesu ist längst Realität, wissen Lehrende und Studierende gleichermaßen zu berichten. Im Unterricht zum Beispiel bringt der technische Fortschritt Pauline Burkhardt ganz konkret weiter: „Als alleinerziehende Mutter sind die hybriden Möglichkeiten der TH Elstal für mich ein wirklicher Segen. Ich kann sowohl in Präsenz als auch von Zuhause an den Vorlesungen teilnehmen. Für eine flächendeckende, stabile und nutzerfreundliche Umsetzung braucht es jedoch kontinuierlich Mittel. Wer heute in Hybridlehre investiert, stärkt Menschen in besonderen Lebenssituationen den Rücken.“

Gleiches gilt für die Teilnehmer an den offenen Lehrveranstaltungen für die Gemeinden. Pastorin Katrin Laug aus Gelsenkirchen etwa besuchte vergangenes Semester als virtuelle Gasthörerin die Vorlesung „Herausforderungen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“: „Die Online-Teilnahme an der Vorlesung gab mir die Möglichkeit, mich mit einem konkreten Thema tiefer zu beschäftigen, für dessen Ausarbeitung ich in meinem alltäglichen Gemeindedienst sonst keine Kapazitäten habe. Ich habe die Vorlesung als fachlich fundiert und gut verständlich erlebt und der Praxisbezug wurde durch den Austausch miteinander deutlich“, lobt die Pastorin dieses Angebot. 

Wer immer sich aus einer Gemeinde für theologische Fragen interessiere, könne online zugeschaltet werden oder sich künftig manche Lehrveranstaltungen zu einem späteren Zeitpunkt als Video ansehen, macht Dziewas auf die neuen Angebotsarten aufmerksam. „Das ist besonders für Ehrenamtliche interessant“, ist er überzeugt. Eine jener Ehrenamtlichen Gasthörerinnen ist Andrea Kroneisl, Diakonin einer österreichischen Baptistengemeinde. Sie nahm kürzlich an einer Vorlesung über das Alte Testament teil: „Das ist so genial, dass man auch von Wien aus als Gasthörer teilnehmen kann! Es macht Spaß, die Ideen und Überlegungen der jungen Leute zu hören, und es gibt so viel Neues, das ich lerne“, begeistert sich die Wienerin. 

Bei allen Neuerungen ist es dem Studierenden Alexander Hämmerling jedoch auch wichtig, zu betonen: „Für mich ist die TH Elstal der Inbegriff von theologischer Weite und ein Ort, an dem der Glaube hinterfragt, gefordert und gefördert wird. Gleichzeitig laden die Lehrenden und der Unterricht dazu ein, immer auf die Mitte, auf Jesus, zu schauen.“ Ähnlich sieht es Kaspar Hollmann. Er studiert an der TH Elstal, „weil man hier denken darf und nicht theologisch oder philosophisch bevormundet wird.“

Und Kathryn Powell ist dankbar für ihr Studium an der TH Elstal, denn hier habe sie „lebendige Theologiekurse erlebt“, mit Kommilitonen und Professoren, „die in der Praxis verwurzelt und vom Evangelium geprägt“ seien. „Ich kann hier in einem baptistischen Kontext studieren, mich mit anderen aus der Konfession vernetzen und mich auf meinen zukünftigen Dienst und meine Gemeindearbeit vorbereiten. Und das alles mit einer guten Portion Freude.“

Es sei seit Jahrzehnten eine bewährte Tradition, mit einer Osterspende die Theologische Hochschule Elstal zu unterstützen, erinnern Stiba und Springer. Sie sei eine Hochschule im Wandel, die gezielt in moderne Lehrformate und technische Infrastruktur investiere, damit die künftigen Pastoren und Pastorinnen sowie Diakone und Diakoninnen praxisnah in den Gemeinden wirken können, betonen beide. Genau dafür brauche die Hochschule weiter Unterstützung. Deshalb bitten Stiba und Springer wieder darum, die Theologische Hochschule Elstal zu Ostern mit einer besonderen Spende zu bedenken.

Ein Artikel von Tom Goeller

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