
Radrennen für den guten Zweck
Baptist Racing Team macht auf die blu:boks aufmerksam
Am 24. August bestritt das Baptist Racing Team seine dritten Cyclassics in Hamburg und damit das insgesamt siebte Rennen seit seinem Bestehen 2011. Für den baptistischen Rennstall stand wieder einmal die Teamleistung im Mittelpunkt des Radrennklassikers. Sowohl das Quartett auf der 55-Kilometer-Strecke als auch die sechs Fahrer auf der langen Distanz freuten sich über die guten Platzierungen. Mit seiner Geschlossenheit erregte das baptistische Radrennteam in den weißen Trikots erneut viel Aufmerksamkeit, die es nutzen möchte, um Spenden für die wertvolle Jugendarbeit der blu:boks in Berlin-Lichtenberg zu sammeln.
Trotz Windböen von 50 Stundenkilometern belegten die vier Fahrer der 55-Kilometer-Strecke Platz 32 von insgesamt über 210 Teams. Sie fuhren mit einer beachtlichen Durchschnittsgeschwindigkeit von 35,8 Stundenkilometern. Die sechs Fahrer auf den 103 Kilometern erreichten sogar einen Schnitt von 36,3 Stundenkilometern. Nach nur 2:50 Stunden überfuhr das Team die Zielgerade und ließ mit Rang 61 über 290 konkurrierende Mannschaften hinter sich.
„Viele der über 350 Teams scheitern an dem Vorhaben der gemeinsamen Zieleinfahrt. Wir ernten viel Respekt für unseren Zusammenhalt“, berichtet der Fahrer Olaf Neelsen. Von der 55-Kilometer-Strecke in diesem Jahr und aus früheren Rennen weiß er, dass „die anderen Teams und Zuschauer während des Rennens und auch nach Zieleinfahrt auf die eingeschworene Truppe in weißen Trikots aufmerksam werden. Viele sprechen uns auf das Kreuz auf unseren Trikots an und staunen über eine Kirche mit eigenem Radrennteam.“
Er ist sich sicher, dass die Baptist Racer zudem durch ihre bunte Mischung positiv auffallen: „In unserem Team gibt es keine Trennung nach Geschlechtern, Alter, Regionen oder Bildung.“ Eine solche Mischung sei typisch für das Racing Team im Kleinen wie für die Kirche im Großen. Trotzdem, räumt der 33-Jährige ein, sei der Frauenanteil noch zu gering.
Auch sein Mitstreiter Henning Hasper lädt zum Mitfahren ein und betont, dass „wirklich jeder im Team willkommen ist, gerade weil wir keine Einzelkämpfer sind, die ihrer Zeit hinterherfahren, sondern eine Gemeinschaft.“
Gerade bei zwei technischen Pannen zeigte sich der Teamspirit der Fahrer, die geschlossen auf die Betroffenen warteten. „Unser Ziel ist stets, gemeinsam zu starten und gemeinsam ins Ziel zu kommen“, berichtet der Teamkapitän Andreas Lengwenath. Der Kaufmännische Geschäftsführer des BEFG stellt für die gemeinsamen Rennen zudem das Ziel hinter dem Ziel heraus: „Die Aufmerksamkeit, die durch dieses geschlossene Auftreten und die einheitlichen Trikots unserem Rennteam zuteil wird, wollen wir unbedingt nutzen, um auf die Baptisten im Allgemeinen und in diesem Jahr auf die blu:boks im Speziellen hinzuweisen.“
Dass die Racer nicht nur für sich, sondern für die gute Sache in die Pedale treten, macht für Olaf Neelsen den eigentlich Reiz der Veranstaltung aus: „Das Fahren geht über den reinen Selbstzweck hinaus. Es geht nicht um Zeiten und Leistungen, sondern darum, die Leute zusammenzubringen, um gemeinsam auf Projekte wie die blu:boks aufmerksam zu machen.“
Die blu:boks unterstützt Jugendliche und Kinder aus schwierigen Verhältnissen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. In der „Selbstwert-Manufaktur“ helfen die Haupt- und Ehrenamtlichen jungen Menschen durch eine Vielzahl an Kreativ-Workshops.
Es ist auch nach dem Rennen noch möglich, diese wertvolle Arbeit mit einer Spende zu unterstützen, zum Beispiel durch eine Charity-SMS. Alle weiteren Information zu den Spendenmöglichkeiten, der blu:boks und dem Baptist Racing Team auf der Teamseite.
Ein Artikel von Timo Neumann


