PIAP Informationen

Ziele

Leiterinnen und Leiter von internationalen Gruppen oder Gemeinden sollen im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (BEFG) Anerkennung, Förderung und Weiterbildung erhalten. Durch das Pastorale Integrations- und Ausbildungs-Programm (PIAP) erfahren sie eine theologische Vertiefung und Prägung im Blick auf den Kontext in Deutschland, entwickeln ihre Kompetenzen in den Bereichen der Verkündigung, Leitung und Seelsorge, verstärken ihre Identifikation mit dem BEFG und ihre Vernetzung mit den Gemeinden und Verantwortlichen.

Nach Abschluss des PIAP können sie die Ordination zum Pastor / zur Pastorin im BEFG beantragen.

Voraussetzungen

Das Programm ist für „Menschen mit Migrationsgeschichte“, die Deutsch nicht als Muttersprache haben, und aufgrund ihrer Lebenssituation kein Vollzeit-Theologiestudium aufnehmen können. Vorausgesetzt werden:

  • Berufung zum Gemeindedienst
  • theologische Grundbildung
  • Erfahrungen in Verkündigung, Leitung und Seelsorge
  • Deutsch-Sprachkenntnisse auf dem Niveau B2

Programm

Der PIAP-Kurs dauert in der Regel drei Jahre und umfasst folgende Elemente: 

  • Sechs Blockseminare (jeweils 4 Tage) im Bildungszentrum Elstal (bei Berlin), bei denen Themen der Theologie und des pastoralen Dienstes präsentiert und diskutiert werden
  • Fünf schriftliche Arbeiten, in denen die Teilnehmenden ihre Fähigkeit zu theologischem Denken und ihre pastoralen Kompetenzen nachweisen
  • Zwei Konferenzen oder Studientagungen, bei denen neben der theologischen Prägung auch die Vernetzung und Identifikation mit dem BEFG vertieft werden kann
  • Mentoring und Begleitung durch das Leitungsteam des PIAP und durch regionale Ansprechpersonen

Die Inhalte der Seminare und der schriftlichen Arbeiten orientieren sich an grundlegenden Themen der Theologie und des pastoralen Dienstes, unter anderem: Die Bibel und ihre Auslegung; Baptismus in Geschichte und Gegenwart; Mission, Diakonie, Evangelisation; Ökumene und Religionen; Seelsorge, Leitung und Lehre.

Aufnahme und Abschluss

Wenn die Bewerbungsunterlagen vollständig eingereicht sind (bis 31. Mai 2026), führen wir ein Aufnahmegespräch und entscheiden dann über die Aufnahme ins PIAP.

Das Programm beginnt mit dem Blockseminar am 01. – 04. November 2026 in Elstal und geht dann mit den weiteren fünf Blockseminaren weiter.

Am Ende des dreijährigen Kurses wird in einem Abschlussgespräch festgestellt, ob das Ziel des Programms erreicht worden ist. Eine erfolgreiche Teilnahme wird durch ein Zertifikat bescheinigt. Damit kann die Ordination als Pastor/Pastorin im BEFG beantragt werden, wenn die Berufung durch eine Gemeinde des BEFG vorliegt.

Kosten

ca. 450 € pro Seminar (inkl. Unterkunft und Verpflegung)
nicht enthalten sind Ausgaben für Konferenzen und Studientagungen, sowie Fahrtkosten