Erntedank 2025

Verantwortungsvoll handeln

Liebe Schwestern und Brüder,

„Ich will Dich segnen und Du sollst ein Segen sein.“ (Gen. 12,2) So lesen wir es am Anfang der bewegten Segensgeschichte Gottes mit dem Erzvater Abraham. „Segen bewegt“ – so lautet auch die Überschrift, die wir für den strukturellen Erneuerungsprozess „Unser Bund 2025“, kurz UB25, gewählt haben.

Das ist nicht nur ein Slogan für diesen Prozess, sondern macht deutlich, was uns motiviert und was das Ziel dieser Bewegung und Veränderung ist. Wir haben als Bundesgemeinschaft in den letzten knapp 200 Jahren auf vielfältige Weise den Segen Gottes erlebt. Als Johann Gerhard Oncken 1834 in Deutschland begonnen hat, Menschen auf das Bekenntnis ihres Glaubens hin zu taufen und Baptistengemeinden zu gründen, hat Gott begonnen, diese Gemeinden zu segnen.

Viele von Euch blicken auf eine lange Segensgeschichte in ihrer eigenen Gemeinde zurück. Menschen haben etwas von Gott gehört und Jesus ist ihnen in ihrem Leben begegnet. Menschen sind gerettet worden, haben erlebt, dass der Geist Gottes sie belebt und sendet, um ihr Umfeld aus der Kraft des Evangeliums heraus mitzugestalten. Wir sind von diesem Segen bewegt! Und deshalb möchte ich anlässlich des diesjährigen Erntedankfestes wieder dazu ermutigen, dass wir als Gemeindebund zusammenstehen und handeln.

Wir alle können etwas tun, liebe Schwestern und Brüder, damit Menschen den Segen Gottes erleben. Wir freuen uns, wenn Ihr als Gemeinde oder einfach auch ganz privat eines oder mehrere der hier vorgestellten Projekte vom BEFG, vom Dienstbereich Mission, von German Baptist Aid, von „Dienste in Israel“ oder von EBM INTERNATIONAL mit einer Erntedankkollekte oder Erntedankspende unterstützt.

Segen bewegt. Er öffnet die Augen für die Not der anderen und bewegt den Gesegneten, aufzubrechen, um zu helfen. Bequemlichkeit und Segen schließen einander aus. Der Gesegnete bleibt nicht auf der Zuschauertribüne sitzen. Es drängt ihn aufs Spielfeld. Es drängt ihn zur Tat. Auch zur Tat der Unterstützung anderer durch die eigenen finanziellen Möglichkeiten.

Deshalb lade ich Euch wieder ein: Bitte ermöglicht mit Euren Kollekten und Spenden, dass Menschen Segen erleben können.

Herzlichen Dank und Gottes Segen!

Pastor Christoph Stiba
Generalsekretär

Hier gibt es den Erntedankflyer 2025 als PDF zum Herunterladen.

Wichtige Hinweise

Spenden und Kollekten für die BEFG-Projekte „Erntedank-Bundesopfer“, „Gemeinden helfen Gemeinden“ (Dienstbereich Mission) und „Humanitäre Hilfe für Vertriebene“ (German Baptist Aid) bitte auf das Konto des BEFG (IBAN: DE14 5009 2100 0000 0333 08 | BIC: GENODE51BH2) bei der Freikirchen.Bank eG (Bad Homburg) überweisen. Wir bitten darum, bei allen Überweisungen neben der Gemeindenummer (bei Überweisungen von Gemeinden) auch die Projektnummer und das Stichwort „Erntedank“ im Verwendungszweck anzugeben.

Spenden und Kollekten für die anderen beiden Projekte sind bitte direkt an „Dienste in Israel“ bzw. EBM INTERNATIONAL zu überweisen. Alle weiteren Informationen dazu befinden sich unten bei der Darstellung der Projekte.

Hinweis für alle Projekte: Falls für ein bestimmtes Projekt mehr Spenden eingehen als benötigt, werden wir das Geld in einem ähnlichen Projekt verwenden.

Gemeinschaft stärken: Erntedank-Bundesopfer

P 11004

Solidarität ist ein Grundprinzip der Botschaft Jesu und bestimmt menschliches Zusammenleben. Man tritt füreinander ein und nimmt Rücksicht aufeinander, selbst wenn man davon keinen eigenen Vorteil hat. Wer im Sinne Jesu gemeinschaftlich handelt, denkt nicht an Eigennutz, sondern an den Mitmenschen. Gerade die ersten christlichen Gemeinden übten in besonderer Weise Solidarität, indem sie ihren individuellen Besitz aufgaben und füreinander sorgten. Alleine im Begriff „Gemeinde“ kommt dieser Wortsinn schon zum Ausdruck. Jesus selbst lebte Gemeinschaft: mit seinen Jüngern aber auch, indem er sich um Arme, Ausgestoßene und Kranken kümmerte. Seine ganze Lehre ist durchzogen von dem Prinzip „liebe deinen Nächsten“. Der, der mehr hat, hilft also jenem, der gerade wenig hat. Das stärkt auch die Gemeinschaft.

Als BEFG stellen wir eine starke Gemeinschaft dar – bei aller Unterschiedlichkeit und Individualität. Indem wir uns ineinander hineinversetzen, zeigen wir untereinander und gegenüber der gesamten Gesellschaft, dass wir eine Gemeinschaft von Menschen sind, die sich verstehen und gegenseitig unterstützen. Und indem wir einander dienen und zum Gemeinwohl beitragen, stärken wir den Leib Christi (1. Korinther 12,12) und ermutigen uns gegenseitig zur Liebe und zu guten Taten (Hebräer 10,24).

Unsere gemeinschaftliche Arbeit wird zu einem großen Teil durch das sogenannte Bundesopfer finanziert, das sind freie Spenden zur Unterstützung der allgemeinen Arbeit des Bundes. Ohne freie Spenden wäre unser Bund in seinem Handeln begrenzt. Deshalb bitte ich Euch darum, auch diesen Aspekt bei Euren Erntedankkollekten und Spenden zu berücksichtigen.

Darum geht es konkret:

Als Bund kümmern wir uns um Arbeiten, die von den einzelnen Gemeinden allein nicht oder kaum zu bewältigen sind. Wir unterstützen mittels Revitalisierungsprogrammen jene Gemeinden, die sich in einer schwierigen Phase befinden. Wir beraten Gemeinden in rechtlichen und finanziellen Fragen und bilden die Kassenverwaltungen aus und fort. Auch zum Thema „Sichere Gemeinde“ ist unser Bund zentraler Ansprechpartner – um nur einige Beispiele zu nennen.  

Das Erntedank-Bundesopfer ist eine immer aktuell bleibende Möglichkeit, unsere Gemeinschaft zu stärken und in die deutsche Gesellschaft hineinzuwirken. Einige Gemeinden unterstützen mit ihrer Erntedankkollekte mehrere Projekte, darunter anteilig das Bundesopfer. Auch dieses Splitting ist eine gute Idee.

Natürlich können sich auch Einzelpersonen beteiligen. Jede Spende hilft!

Allen Gemeinden und Spenderinnen und Spendern danke ich herzlich.

Volker Springer, kaufmännischer Geschäftsführer

Dienstbereich Mission

Gemeinden helfen Gemeinden P 41500

Ein wesentliches Anliegen des Struktur-Prozesses „Unser Bund 2025“ aus den vergangenen Jahren bleibt, die neuen Regionen vor Ort zu unterstützen und Impulse zu setzen, damit die missionarische Kraft der Ortsgemeinde gestärkt wird. Unterschiedliche Initiativen vor Ort werden bereits begleitet, die Anliegen aufgenommen. Dabei soll sich die Strahlkraft zu Nachbargemeinden, in die Regionen und weit darüber hinaus entwickeln. Gemeinden helfen sich auf diese Weise gegenseitig auf dem Weg und inspirieren einander.

Aktuelle Entwicklungen, die Spenden brauchen:

Im Bereich der Gemeindegründung begleitet Stephan Panter mit seinem Team viele innovative Projekte: In Wedel bei Hamburg zum Beispiel wird zusammen mit der Nachbargemeinde in Schenefeld ein „RePlant“ (Neubelebung) gestartet, wo sich Celine Rudewig als Pastorin einbringt. Es werden völlig neue Wege gesucht und die Kirche öffnet ihre Türen als Co-Working-Space (Gemeinschaftsarbeitsraum) oder Menschen treffen sich zum Joggen im Stadtteil. Gottesdienste werden zu offenen Erfahrungsräumen, in denen sich Menschen aus dem Umfeld mit ihren Anliegen und Hobbys einbringen können. Auf einem Instagram-Kanal gewinnt man dazu einen tieferen Eindruck: @open.house.wedel.

Das Projekt lebt vom Engagement der Nachbargemeinde in Schenefeld und braucht weiter finanzielle Unterstützung vom Bund.

Auch im urbanen Kontext von Berlin muss Gemeindegründung neu gedacht werden und ganz aktuell entstehen neue Ideen und Visionen. Gemeinsam mit internationalen Gruppen, die Gemeinde neu denken wollen, gibt es Überlegungen, eine Baptistengemeinde neu zu beleben, die „in die Jahre gekommen ist“. Motivierte Menschen wollen das Gemeindegebäude nutzen und so der Gemeinde dabei helfen, wieder in Schwung zu kommen.

Wie gut, dass wir als Bundesgemeinschaft hier mit der Erfahrung durch viele Kolleginnen und Kollegen mitdenken können. Für die gute Begleitung der Projekte werden natürlich Spenden benötigt.

Jede Spende hilft, dass Gemeinden gestärkt werden. Jede Spende macht die Solidarität in unserer Bundesgemeinschaft deutlich!

Pastor Christopher Rinke, Leiter des Dienstbereichs Mission

German Baptist Aid

Humanitäre Hilfe für Vertriebene P 45 909

Kriegerische Auseinandersetzungen halten die Welt in Atem und beruhigen sich nicht. Wir hören von unseren Partnern aus der Ukraine und dem Nahen Osten regelmäßig, dass Vereinbarungen gebrochen werden und wie brüchig die Waffenstillstände sind. Die Bombenangriffe sind trauriger Alltag geworden. Die politische Situation ist in vielen Ländern äußerst instabil und sichere Zufluchtsorte sind schwer zu finden.

In den Regionen Sumy, Cherson und Charkiv im Osten der Ukraine hat German Baptist Aid über den Sommer ein Hilfsprojekt der ukrainischen Baptisten mit 100.000 Euro unterstützt. Dieses Mal beinhaltet die Hilfe auch Evakuierungspläne für Familien, die nicht mehr sicher sind.

Die Menschen im Grenzgebiet von Syrien und dem Libanon mussten in den letzten Monaten mehrfach hin und her fliehen, weil der Krieg und der politische Umsturz in Syrien immer wieder neue Bedrohungslagen geschaffen hat. Seit Jahren wirkt sich die katastrophale Lage der Menschen bis in die Türkei aus, wo die kleinen Baptistengemeinden tapfer an der Seite der Vertriebenen stehen: Hier sind kaum Menschen nach dem Fall des Assad-Regimes nach Syrien zurückgekehrt und viele bleiben weiter auf Hilfe angewiesen.

Über den Sommer wurden Nahrungsmittelhilfen für 70.000 Euro verteilt – hauptsächlich an Kinder, Schwangere, Behinderte und Ältere. Viele Vertriebene leben nach dem verheerenden Erdbeben im Jahr 2023 immer noch in provisorischen Zelten.

Und auf den griechischen Inseln können die vielen Menschen, die ihre jeweilige Heimat verlassen mussten, nicht ausreichend unterstützt werden. Seit dem Jahr 2025 hilft German Baptist Aid in einem Zentrum auf Lesbos, eine kleine Oase zu schaffen, wo Frauen in Ruhe duschen, ihre Wäsche machen und sich ausruhen können. Im Sommer waren sowohl die Inseln, als auch die Stadt Izmir in der Türkei von verheerenden Feuern betroffen. Diese Katastrophen machen die Not der Menschen noch größer und stellen eine enorme Gefahr für die Helfenden aus unseren Partnergemeinden dar.

Jede Spende zu Erntedank hilft uns dabei, die Not von Menschen auf der Flucht konkret zu lindern und Hoffnungsmomente zu schaffen. Darüber hinaus ist es eine Ermutigung für die Partner von German Baptist Aid, wenn wir sie finanziell unterstützen – zum Beispiel die Baptistengemeinde in Izmir und Familie Cevik.

Bitte vergesst die Gebete nicht. Möge Gott eingreifen, sich erbarmen und die Kriege beenden.

Matthias Dichristin, Projektkoordinator German Baptist Aid / Katastrophenhilfe

Dienste in Israel

Dankbar schauen wir in diesem Jahr auf „50 Jahre Dienste in Israel“ und somit auf Gottes Wege in unserer Arbeit. Gottes Güte, seine Bewahrung und seinen Segen haben wir in all den Jahren vielfältig erleben dürfen. Dies wurde im Juni während unserer Jubiläumsfeier in unterschiedlichsten Beiträgen deutlich zum Ausdruck gebracht.

Die Einrichtung „Dienste in Israel“ des Diakoniewerkes Kirchröder Turm e.V. in Hannover erfüllt einen Arbeitsauftrag unseres Bundes: Im Rahmen eines Versöhnungsdienstes bieten wir Einsätze in unterschiedlichen Sozialeinrichtungen in Israel an. Unsere Verbundenheit mit dem jüdischen Volk und das Anliegen, sich begegnen und voneinander lernen zu wollen, finden darin ihren Ausdruck.

Wir wünschen uns und beten dafür, dass es den Gemeinden unseres Bundes wichtig ist, dem zunehmenden Antisemitismus entgegenzutreten und sich bewusst an die Seite Israels zu stellen, sei es durch Gebet, durch praktische Initiativen oder auch durch die gezielte finanzielle Unterstützung bestehender Projekte.

Bitte zeigt uns, dass Euch die Fortsetzung unserer Arbeit wichtig ist.

Wir benötigen Eure Unterstützung und Verbundenheit, Euer Interesse, Eure Spenden und Eure Gebete. Wenn Ihr konkrete Fragen zu unserer Arbeit habt, kontaktiert uns gern.

Weitere Informationen findet Ihr unter: www.dienste-in-israel.de

Lasst Euch ermutigen, Euch für Israel einzusetzen!

Gunda und Frank Ahrens, Leiter Dienste in Israel

EBM INTERNATIONAL

Hunger stillen – die Schöpfung bewahren

Die Schöpfung ist Gottes Geschenk an uns Menschen – sie zu bebauen und zu bewahren unser Auftrag. Sie bringt genug Nahrung hervor – wenn wir gerecht teilen. In etwa 40 Projekten setzen wir uns dafür ein, dass Menschen genug zu essen haben. Dies geschieht beispielsweise in:

Indien – Milch-und-Ei-Programme beugen Mangelernährung vor

Hilfsbedürftige Familien, besonders Kinder und Mütter, werden durch die Armenspeisungen in Indien mit den notwendigsten Lebensmitteln wie Milch und Eiern versorgt. Zusätzlich helfen Schulungen, Saatgut und Mikrokredite Bauern, um sich und ihre Familie eigenständig versorgen zu können.

Kuba – Mikrokredite ermöglichen ein gesichertes Einkommen

Mit kleinen Krediten bauen Frauen und Männer in Kuba eigene Existenzen auf: Läden, Handwerksbetriebe oder Tierhaltung. Mit den Geschäftsgewinnen erzielen sie ein eigenes Einkommen und fördern sogar Missionsprojekte im eigenen Land. Zusätzlich bieten Gemeinden Mahlzeiten für Kinder und Senioren an.

Kamerun – Bäume schützen den Lebensraum Sahelzone

Im Norden Kameruns herrschen Trockenheit und Dürre. Das führt zu Ernteausfällen und Hunger. Das Projekt „Sahel Vert“ (Grüner Sahel) pflanzt Bäume gegen Bodenerosion, fördert den Gemüse- und Obstanbau und verbessert langfristig die Ernährung.

Gemeinsam Gottes Gaben teilen!

Diese Projekte stehen beispielhaft für gelebtes Evangelium, das Leib und Seele anspricht. Eure Spende oder Kollekte stillt Hunger, schenkt Menschen die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben und bewahrt die Schöpfung.

Auf unserer Webseite könnt Ihr schnell und sicher online spenden, beispielsweise per PayPal, Lastschrift oder Kreditkarte.

Pastor Dr. Michael Kißkalt, Generalsekretär

Empfehlung Kollekten-Verwendung

Die folgende Tabelle enthält eine Übersicht über die Empfehlungen der Bundesgeschäftsführung für die Verwendung der Kollekten.

 

Verwendung der Kollekten

Kollekte für

Ostern

Bildungsarbeit des Bundes:

BEFG

 

Theologische Hochschule Elstal und

 
 

Akademie Elstal

2. Sonntag im JuniGJW-Sonntag (Kinder und Jugend)Gemeindejugendwerk

Erntedank

siehe Flyer

Diverse

1. Advent

Weltmission

EBM INTERNATIONAL

Weihnachten

Not in der Welt (konkrete Empfehlungen folgen)

BEFG

 

Gefährdete Kinder (konkrete Empfehlungen folgen)

EBM INTERNATIONAL

 

Projektbeschreibung folgt

Brot für die Welt