
Hilfe in über 20 Ländern
Deutliche Spendenrückgänge bei German Baptist Aid
Trotz der deutlichen Spendenrückgänge bei German Baptist Aid und in der Katastrophenhilfe konnte auch im Jahr 2025 wieder in über 20 Ländern geholfen werden. Die langfristigen Projekte von German Baptist Aid wurden alle weiter mitfinanziert, auch wenn es teilweise Kürzungen in den Budgets geben musste. Und auch mit Katastrophenhilfemitteln konnte wieder vielfältig geholfen werden: durch gute kirchliche Beziehungen sogar nach dem Erdbeben in Myanmar, Überschwemmungen in Sri Lanka, dem Hurrikane Melissa in der Karibik oder in Palästina.
Die Gesamtsumme der Projektförderungen im Jahr 2025 belief sich auf knapp 800.000 Euro. Dies war nur möglich, weil Rücklagen von fast 280.000 Euro aufgelöst wurden. Wir konnten die letzten Hilfen in der Türkei nach dem schweren Erbeben von 2023 ausgeben und haben deutlich die vorhandenen Mittel für die Hilfen in der Ukraine abgebaut. Nach nun 4 Jahren Krieg gehen die Spendeneingänge auch für die Ukraine zurück und wir freuen uns umso mehr, wenn sich Gemeinden hier finanziell weiter engagieren.
Katastrophenhilfeprojekte machten mehr als die Hälfte der gesamten Projektförderung aus. Der Anteil von Klimakatastrophen nimmt dabei zu. Die größten Hilfen sind jedoch in die Kriegsgebiete in der Ukraine und im Nahen Osten geflossen. Mit EBM INTERNATIONAL haben wir im Bereich der Katastrophenhilfe einen verlässlichen Partner, der sich durch enge partnerschaftliche Beziehungen zu gemeindenahen Projekten auszeichnet und so oft innerhalb weniger Tage in den Katastrophen helfen kann, die keinerlei Medienaufmerksamkeit bekommen. Im Südlichen Afrika wurden viele Menschen vor extremen Hunger bewahrt. In Indien helfen wir regelmäßig nach Flutkatastrophen aufgrund von starken Monsunregen vielen Menschen, die alles verloren haben.
German Baptist Aid steht weiter über 20 Projekten treu zur Seite. Die Hilfen zu den Budgets einzelner Projekte sind sehr unterschiedlich: von kleinen Unterstützungen für konkrete Hilfsleistungen, wie Spezialmedikamente oder Hilfspakete, leisten wir an anderen Stellen größere Beiträge, um qualifiziertes Fachpersonal in Projekten zu bezahlen. Der größte finanzielle Anteil an Spenden geht in den Libanon, wo seit Jahrzehnten mit dem Projektpartner Thimar wunderbare Projekt unterstützt werden. In den aktuellen kriegerischen Unruhen wird hier neben der akuten Nothilfe auch weiterhin Bildungsarbeit und psychosoziale Betreuung für Kinder und Angehörige hochgehalten. Die Hilfe für Vertriebene und Kinder in Not ist ein wesentlicher Fokus aller Projekte.
Für die Koordination und Begleitung der Projekte, die Reisekosten, die Arbeit der teilweise ehrenamtlichen Komitees von German Baptist Aid und der Katastrophenhilfe sowie alle Buchhaltungsaufgaben behalten wir einen Verwaltungskostenanteil von 10% ein. Im Jahr 2025 lag der tatsächliche Verwaltungskostenanteil aufgrund der vielen Rücklagenauflösungen deutlich darunter. Um unsere Arbeit langfristig in diesem Umfang leisten zu können sind wir auf weitere Unterstützung von Gemeinden und Einzelpersonen angewiesen. Jährlich werden 700.000 Euro an Spenden benötigt.
Mai 2026, Matthias Dichristin






