Miteinander im Gespräch

Gemeinsames Treffen vom Fachkreis Christen und Muslime mit dem Fachkreis Christen und Juden

Über ein friedliches Miteinander der Religionen kamen die BEFG-Fachkreise ins Gespräch. Thomas Klammt, Leiter des Fachkreises Christen und Muslime, berichtet.

Wir möchten gerne mit dem Fachkreis Christen und Juden (FCJ) ins Gespräch kommen – das hatten wir als Fachkreis Christen und Muslime (FCM) schon länger angedacht, einfach um von den Erfahrungen zu lernen, die der FCJ in seiner langjährigen Arbeit gemacht hat. Nun drängte uns die aktuelle Situation der Gewalt in Israel und Gaza mit seinen Auswirkungen auch in unserem Land. Wir waren dankbar, dass mit Dr. Michael Rohde und Dr. Deborah Storek zwei Mitglieder des FCJ sich eine gute Stunde Zeit genommen haben für diese Begegnung. Sie berichteten von ihrer Arbeit in der Vorbereitung der Stellungnahme des Präsidiums und der bereits 2021 erstellten „Handreichung vor Stellungnahmen zu aktuellen Ereignissen in Israel“. Dr. Michael Rohde erzählte von den Aktivitäten der letzten Monate: Die Gemeinde Hannover-Walderseestraße hat eine Gruppe zum Thema „Zivilcourage, Stolpersteine und jüdisches Leben heute“ gegründet, die unter anderem Besuche im Zentrum für Zivilcourage und in der liberalen jüdischen Gemeinde organisiert hat, und sich beim Putzen von Stolpersteinen im Stadtteil der Gemeinde beteiligt hat. Darüber hinaus hat ein Freund der Gemeinde eine wöchentliche Mahnwache organisiert, die jeden Freitag während des Gottesdienstes der jüdischen Gemeinde vor dem Gebäude sichtbar ist und von der jüdischen Gemeinde sehr positiv wahrgenommen wird. Für den Fachkreis Christen und Muslime erzählte Sandra Lenke von einer Aktion ihrer Gemeinde in Berlin: „Für ein friedliches Miteinander im Wedding!“ Die Gemeinde lud dazu ein, dass sich viele im Stadtteil zu dieser Botschaft bekennen: „Von hier, von mir, von uns soll keine Gewalt ausgehen. Auch nicht mit Worten. Wir leben und lieben Vielfalt. Unser Kiez bleibt bunt: ohne Angst, ohne Hetze, ohne Antisemitismus, ohne Muslimfeindlichkeit, ohne Rassismus. Dafür mit viel Respekt.“ Als Mitglieder der beiden Fachkreise wollen wir gerne festhalten, dass wir – so wie in dieser Botschaft ausgedrückt – nicht gegeneinander, sondern miteinander arbeiten, wenn wir uns für Begegnungen und Gespräche mit Menschen jüdischen und muslimischen Glaubens einsetzen.

Ein Artikel von Thomas Klammt