Erntedankkollekte 2020

Liebe Schwestern und Brüder,

unsere Gemeinden waren noch nie Orte, an denen einfach am Sonntagmorgen die Türen für anderthalb Stunden geöffnet werden und anschließend alle wieder still und heimlich von dannen ziehen. In unseren Gemeinden leben wir unseren Glauben aktiv und in Gemeinschaft. Diese Gemeinschaft, das Miteinander, die vielen Begegnungen – insbesondere vor und nach dem Gottesdienst sowie unter der Woche – fehlen mir in der Coronakrise.

Dafür erleben wir gerade andere, teilweise vielleicht sogar stärkere Formen der Verbundenheit und des Miteinanders – zum Beispiel in unserem Bund, einer Gemeinschaft von rund 800 Gemeinden. Und das nicht nur im Livestream des Bundesostergottesdienstes, zu Himmelfahrt oder bei den Angeboten der „Akademie im Gespräch online“. Nein, auch die Gemeinden tauschen sich untereinander aus, geben sich Tipps und diskutieren gemeinsam Konzepte. Die Erfahrungen, Ideen und das Wissen aus unserer Bundesgemeinschaft bündeln wir und machen sie über unsere Newsletter und Internetseite allen Gemeinden zugänglich: Gemeinsam haben wir schon jetzt viel bewegen können, was alleine nie möglich gewesen wäre. Wir sind dankbar, dass wir als Bundesgemeinschaft die Möglichkeit haben, auch in solchen Krisenzeiten allen Gemeinden gleichermaßen zu helfen.

Daran wollen wir festhalten. Zu Erntedank wollen wir auch unsere finanzielle Verbundenheit zum Ausdruck bringen: durch gemeinsame Kollekten und Spenden. Wir laden Euch ein, eines der vier vorgestellten Projekte zu unterstützen. Dabei richten wir den Blick selbstverständlich auch über die Bundesgemeinschaft hinaus: Neben dem allgemeinen Erntedankopfer bitten wir um Spenden für „Dienste in Israel“ sowie für German Baptist Aid und EBM INTERNATIONAL, deren Projektpartner teilweise mit noch ganz anderen Auswirkungen der Pandemie zu kämpfen haben.

Wir danken Euch herzlich für Eure Unterstützung für eines oder mehrere dieser Projekte und wünschen Euch ein gutes Miteinander – allen Widrigkeiten zum Trotz.

Wir wünschen Euch Gottes guten Segen! 

Pastor Christoph Stiba
Generalsekretär

Hier gibt es den Erntedankflyer 2020 als PDF zum Herunterladen.

Erntedank-Bundesopfer

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Wie wichtig Gemeinschaft auch unter Gemeinden ist, haben die letzten Monate unterstrichen. Als Bundesgemeinschaft konnten wir weit mehr bewegen als jede Gemeinde für sich. 350 engagierte Gemeindeverantwortliche nahmen an zwei Videokonferenzen der Akademie Elstal teil, in denen gemeinsam Lösungen und Ideen für die gegenwärtige Situation in der Coronakrise diskutiert wurden. Über die Newsletter und die Internetseite des Bundes konnten sich alle weitreichend informieren: über rechtliche und technische Fragen zu Live-Übertragungen, staatliche Maßnahmen und deren Auswirkungen für unser Gemeindeleben, ein Schutzkonzept, digitale Kollekten sowie digitalen Kindergottesdienst, Best Practice, Erfahrungsaustausch und vieles mehr.

Und auch ungeachtet der Coronakrise gibt es bundesweite Arbeiten, die für einzelne Gemeinden  allein kaum realisierbar sind: die Pastoren- und Diakonieausbildung an der Theologischen Hochschule Elstal,  kreative Diakonie- und Evangelisationskonzepte aus dem Dienstbereich Mission, Beratungsprogramme für Gemeinden, das umfangreiche, gemeindeorientierte Seminarangebot der Akademie Elstal für die vielen Ehrenamtlichen aus den Gemeinden, die Koordinierung weltweiter Katastrophenhilfe sowie humanitärer Hilfsprojekte und vieles mehr.

Finanziert wird diese gemeinschaftliche Arbeit zu einem großen Teil durch sogenannte Bundesopfer-Spenden von Einzelpersonen und Gemeinden. Das Erntedankopfer ist eine gute Möglichkeit, die Verbundenheit zu den anderen rund 800 Mitgliedsgemeinden zum Ausdruck zu bringen und eine Vielzahl wichtiger bundesweiter Arbeiten zu fördern.

Volker Springer, kaufmännischer Geschäftsführer

German Baptist Aid: Unterstützung in Zeiten von Corona

Der Dienstbereich Mission hilft Gemeinden,
   ihr eigenes Profil zu entdecken,
   die Gesellschaft wahrzunehmen, in der sie leben,
   Menschen herausfordernd zum Glauben einzuladen und
   ihr Gemeindeleben für alle Menschen zu öffnen.

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German Baptist Aid unterstützt rund 50 humanitäre Projekte baptistischer Partner in Europa, Nahost und Zentralasien. Viele der Projekte, die von lokalen Gemeinden und Initiativen getragen werden, sind von den Auswirkungen der Coronakrise stark getroffen. Obwohl sie selbst in Not geraten sind, helfen sie auch weiterhin ihren Mitmenschen, deren Situation sich durch Corona nochmals verschlechtert hat.

In Serbien beispielsweise erhalten Bedürftige Lebensmittelpakete direkt an die Tür. In Rumänien werden ein Kinderhospiz wie auch ein zugehöriges Altenheim und Hospiz mit Atemschutzmasken und Schutzausrüstung versorgt. In der Ukraine wurde die humanitäre Hilfe, die bisher in den Konfliktregionen geleistet wurde, auf das gesamte Land ausgeweitet. Im Libanon, wo die Pandemie die bestehende Wirtschaftskrise nochmals verschärft hat, erhalten Bedürftige Gutscheine, die in den lokalen Einkaufsmärkten für Lebensmittel und Hygieneartikel genutzt werden können. In der Türkei werden Tagelöhner, die durch die Krise schlagartig keine Arbeit mehr haben, mit Lebensmittelpaketen versorgt, und in Ungarn erhalten einige Tagelöhner Arbeit auf dem Feld, um so ihre Familien versorgen zu können.

Vielen unserer Partner konnten wir bereits erste finanzielle Unterstützung zur Bekämpfung der Corona-Folgen zukommen lassen. Wir befürchten jedoch, dass wir bei den Auswirkungen der Krise erst am Anfang stehen. Die Zahl der Projektanträge steigt gerade rasant. Jede Spende hilft.

Pastor Joachim Gnep, Leiter des Dienstbereichs Mission

Dienste in Israel

„Dienste in Israel“ nimmt als eine Einrichtung des Diakoniewerkes Kirchröder Turm e. V. (Hannover) einen Auftrag des BEFG wahr und arbeitet somit stellvertretend für unsere Bundesgemeinschaft. „Dienste in Israel“ trägt dazu bei, das Leitbild des BEFG zu verwirklichen, in dem es heißt: „Als Christen sind wir dem Judentum in besonderer Weise verbunden und als Deutsche besonders verpflichtet.“ Unser Ziel ist es, Brücken der Versöhnung in Israel zu bauen.

Unsere etwa 30 jungen Freiwilligen arbeiten vor Ort unter anderem in folgenden Projekten:

Volontärsarbeit im Irgun Olej Merkaz Europa

P 01  | Bedarf 15.000 Euro

In dieser Einrichtung für Senioren in Haifa betreuen unsere Volontäre deutschsprachige Juden mit Holocaust-Hintergrund.

Volontärsarbeit im Shekel Daycenter

P 02 | Bedarf 15.000 Euro

In dieser Tageseinrichtung in Petach Tikvah nahe Tel Aviv pflegen und betreuen unsere Volontäre Jugendliche und Erwachsene mit unterschiedlichsten Behinderungen.

Unsere Mitarbeiterin vor Ort begleitet diesen physisch, vor allem aber psychisch herausfordernden Einsatz der jungen Leute durch Einzelgespräche, Hauskreise und Seminare.

Pastor Ralph Zintarra, Leiter Dienste in Israel

EBM INTERNATIONAL

Weltmission im Auftrag des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.

Medizinische Hilfe bringt Hoffnung in das Leben

10300 | Bedarf 250.000 Euro

Es ist beeindruckend, Memory bei der Arbeit zu begleiten. Ihr Team kümmert sich um 200 Patientinnen und Patienten, die aus dem Krankenhaus entlassen wurden, weil man nichts mehr für sie tun konnte. Sie haben nur noch kurz zu leben. Viele haben AIDS und sterben an Lungenentzündungen, Durchfallerkrankungen, schweren Infektionen bis hin zu bösartigen Krebsgeschwüren. Das Team bringt Gottes Liebe in ihr Leben. Sie pflegen, lindern Schmerzen, beten und trösten. Diese Palliativarbeit der Senga Bay Clinic in Malawi ist ein Beispiel für über 30 medizinische Projekte von EBM INTERNATIONAL.

In diesem Jahr hat die Corona-Pandemie viele Projekte beeinflusst. Aufklärungskampagnen und Nothilfe wurden gestartet, Schutzausrüstungen besorgt. Die Schwächsten, wie junge Mütter, sind stark betroffen. Sarah Bosniakowski legt hier in ihrer Arbeit in Garoua/Kamerun einen Schwerpunkt. Durch Impfkampagnen, Vorsorgeuntersuchungen, Malariaprophylaxe und eine umfassende Aufklärungsarbeit werden viele Menschenleben gerettet. Diese Arbeit geht weiter, obwohl Sarah zu ihrem eigenen Schutz den engen Kontakt in der Klinik vermeidet.

In Ludhiana/Indien schenkt Dr. Santhosh mit seinem Team neue Perspektiven: Komplizierte Missbildungen werden operativ korrigiert und so verändert sich das Leben von Grund auf. Vor jeder Operation wird mit den Patientinnen und Patienten gebetet. Das Krankenhaus ist ein Behandlungszentrum für an Covid-19 Erkrankte.

Im CAIS-Projekt in Ijuí/Brasilien kümmert sich das Team von Silvia da Costa um gehörlose Kinder und Jugendliche. Sie lernen, mit ihrer Einschränkung umzugehen, und erwerben wichtige Kompetenzen für ein eigenständiges Leben. Die Corona-Pandemie hat hier, wie in allen Sozialzentren, die Arbeit verändert: Durch aufsuchende Sozialarbeit wird der Kontakt gehalten und die Hilfe kommt weiter an.

Pastor Christoph Haus, Generalsekretär EBM INTERNATIONAL

Empfehlung Kollekten-Verwendung

Die folgende Tabelle enthält eine Übersicht über die Empfehlungen der Bundesgeschäftsführung für die Verwendung der Kollekten.

Verwendung der Kollekten

Kollekte für

Ostern

Bildungsarbeit des Bundes:

BEFG

Theologische Hochschule Elstal und

Akademie Elstal

Erntedank

siehe Flyer

Diverse

1. Advent

Weltmission

EBM INTERNATIONAL

Weihnachten

Not in der Welt (konkrete Empfehlungen folgen)

BEFG

Gefährdete Kinder

EBM INTERNATIONAL

Projektbeschreibung folgt

Brot für die Welt

Alle Spendenkonten werden bei der Spar- und Kreditbank Ev.-Freik. Gemeinden Bad Homburg eG (SKB) geführt (BIC: GENODE51BH2).  Bitte gebt bei allen Überweisungen neben Eurer Gemeindenummer auch die Projektnummer und das Stichwort „Erntedank“ im Verwendungszweck an.

Hinweis für alle Projekte:

Falls für ein bestimmtes Projekt mehr Spenden eingehen als benötigt, werden wir das Geld in einem
ähnlichen Projekt verwenden.

IBAN-Nummern

BEFG: DE14 5009 2100 0000 0333 08

Dienste in Israel: DE45 5009 2100 0000 3003 73

EBM: DE69 5009 2100 0000 0468 68

Online spenden

Hier können Sie an den Bund bequem online spenden. Bei „eigener Zweck“ können Sie die Projektnummer selbst angeben.

Hier können Sie an EBM INTERNATIONALonline spenden.